
Bettwäsche waschen wir für gewöhnlich nicht tagtäglich. Dennoch wertet frische Bettwäsche unseren Alltag auf. In einem neu bezogenen Bett zu schlafen, sorgt für ein ganz besonderes Wohlgefühl. Um diesen Effekt lange nutzen zu können, ist es wichtig, die Textilien gut und regelmäßig zu reinigen. Eine Allgemeinformel für die Pflege gibt es dabei nicht – jede Stoffart benötigt eine spezifische Behandlung.
Wie oft Bettwäsche waschen?
In unserer Bettwäsche verbringen wir täglich mehrere Stunden. Während dieser Zeit werden Bettbezug und Laken stark strapaziert: Im Schnitt verlieren wir mehr als einen halben Liter Schweiß in einer Nacht. Außerdem sondern wir im Schlaf winzige Hautschuppen ab, die Hausstaubmilben anlocken. Diese 0,1 bis 0,5 mm kleinen Spinnentiere sind eigentlich harmlos, ihr Kot und ihre Eier können jedoch allergische Reaktionen hervorrufen. Eine gründliche Bettwäsche-Reinigung hat also nicht nur einen ästhetischen Wert, sondern ist auch aus gesundheitlichen Aspekten wichtig. Im Idealfall solltest du alle zwei bis drei Wochen einen Waschgang einplanen. Allergiker sollten sogar einmal wöchentlich ihre Bettwäsche waschen.
Welche Bettwäsche bei wieviel Grad?
Waschmaschine auf, Wäsche rein, Start. So einfach funktioniert der ideale Waschgang leider nicht. Ein Hexenwerk ist Bettwäsche waschen aber zum Glück auch nicht. Wenn du ein paar Kleinigkeiten beachtest, bleibt der Bettbezug lange geschmeidig und hygienisch – egal, welche der folgenden Textilarten du bevorzugst.
Baumwolle

Wenn du deine Baumwoll-Bettwäsche waschen möchtest, ist das meist unkompliziert möglich. Baumwollprodukte sind pflegeleicht, atmungsaktiv und gut verträglich für Allergiker. Der Stoff wird u. a. für Bettwäsche aus Biber, Flanell, Renforcé und Seersucker genutzt. Auch hochwertiger Satin besteht aus Baumwolle. Die BODYGUARD® Satin-Bettwäsche sogar zu 100 %.
Ideal gepflegt werden Baumwollstoffe mit Voll- bzw. Colorwaschmitteln. Mit bis zu 95 °C kannst du reine, farblose Baumwollbettwäsche waschen. Zuverlässig abgetötet werden Keime und Hausstaubmilben jedoch bereits ab 60 °C – einer Temperatur, die für die meisten Baumwollstoffe gut verträglich ist. Empfindlichere Stoffmischungen wie Seersucker sollten allerdings nur bei 40 °C in die Maschine. Nach dem Waschgang kann Bettwäsche aus Baumwolle maschinell getrocknet werden.
Microfaser

Microfaser ist ein Kunststoff, der sich u. a. in Bettwäsche aus Polyester und Microfleece befindet. Der Stoff zeichnet sich durch ein weiches Hautgefühl aus und ist für Allergiker gut verträglich. Hochwertige Bettwäsche aus Microfaser ist sehr pflegeleicht. Allerdings solltest du bereits beim Kauf darauf achten, dass der Stoff einen Waschgang bei 60 °C verträgt. Auch bei Microfaserstoffen gilt beim Bettwäsche waschen, dass Keime erst ab dieser Temperatur abgetötet werden. Von minderwertiger Ware ist abzuraten, da sie nicht mehr als 30 °C oder höchstens 40 °C verträgt. Außerdem kann es bei billigen Materialien schnell passieren, dass sich die Wäsche während des Waschgangs elektrostatisch auflädt.
Für Microfaserstoffe eignet sich ein Koch- oder Buntwäscheprogramm. Dazu passt ein Feinwaschmittel oder ein Waschmittel speziell für Microfaser. Getrocknet werden sollten Stoffe aus Microfaser an der Luft. Zum einen weil sie schnelltrocknend sind, zum anderen weil die Struktur des sensiblen Materials bei der maschinellen Trocknung zerstört werden kann.
Leinen

Schon vor etwa 30.000 Jahren stellten Menschen Leinen her. Damit ist der Stoff aus der Flachsfaser eine der ältesten Textilien der Welt. Die Naturfaser ist widerstandsfähig, gut verträglich für Allergiker und atmungsaktiv. Wenn du Leinen-Bettwäsche wäschst, solltest du jedoch gut aufpassen. Zwar verträgt die Faser einen Waschgang mit bis zu 95 °C – allerdings nur, wenn es sich um weißes Naturleinen handelt. Bei farbigem Leinen sollte ein Schonwaschgang bei 40 °C gewählt werden. Ansonsten kann das Waschen zu Farbverlust führen. Eine optimale Pflege erreichst du, wenn du ein herkömmliches Vollwaschmittel für ungefärbtes Leinen und ein Fein- oder Color-Waschmittel für die farbige Variante verwendest. Stoffe aus Leinen trocknen schnell – und am besten an der frischen Luft. Falls die Leinenbettwäsche laut Etikett trocknergeeignet ist, empfiehlt es sich, diese nur kurz und bei niedriger Temperatur zu trocknen.
Seide

Das edle und geschmeidige Material wird aus den Larven der Seidenspinnerraupe gewonnen. Der Hauptbestandteil des Stoffes, der von China aus seinen Siegeszug in die Welt antrat, ist Protein. Damit ist Seide unserer Haut sehr ähnlich. Dementsprechend sensibel reagiert der Stoff auf äußere Einflüsse. Wenn du Seiden-Bettwäsche waschen möchtest, ist ein Fein- oder Seidenwaschgang die optimale Wahl. Bei der Wäsche ist darauf zu achten, dass ein Seidenwaschmittel oder zumindest ein feines Flüssigwaschmittel verwendet wird. Pulverwaschmittel eignen sich für Seide weniger, denn die kleinen Körnchen können dem feinen Stoff schaden. Die Temperatur sollte 30 °C nicht übersteigen. Bei farbechten Stoffen kann der Waschgang auf 60 °C eingestellt werden. In jedem Fall sollte Bettwäsche aus Seide luftgetrocknet werden.
Wolle

Vor allem in der kalten Jahreszeit sind Wolldecken als zusätzlicher Wärmespender beliebt. Sie sind außerdem sehr pflegeleicht, denn Stoffe wie Schurwolle verfügen über selbstreinigende Eigenschaften und benötigen keine maschinelle Wäsche. Falls deine Wolldecke laut Etikett für die Waschmaschine geeignet ist, solltest du sie dennoch nur etwa alle zwei Monate waschen. Dazu wählst du am besten ein Wollprogramm auf niedriger Temperatur und ein spezielles Wollwaschmittel. In der kalten Jahreszeit ist auch die BODYGUARD® Flanell-Bettwäsche zu empfehlen. Der stilvolle Bettbezug aus reiner Baumwolle ist sehr pflegeleicht und sorgt für kuschelige Wärme – gerne auch mit einer Wolldecke als Überwurf.
Bettwäsche waschen bei hartnäckigen Flecken
Bei hartnäckigen Flecken, wie etwa von Erbrochenem oder Urin, solltest du umgehend die Bettwäsche waschen. Vor dem Waschgang kannst du die betroffenen Stellen händisch vorspülen und kurz in kaltem Wasser einweichen. Wenn keine festen Klümpchen mehr auf dem Stoff sind, kann die Bettwäsche in die Maschine, idealerweise bei 60 °C. Nach einem derartigen Malheur benötigt manchmal auch der Matratzenbezug einen Waschgang. Unabhängig davon sollten Matratzenbezüge und auch die Bettdecke etwa ein- bis zweimal im Jahr gewaschen werden. Für Daunendecken gelten dabei besondere Regeln.
Bettwäsche waschen leicht gemacht

Ein strahlendes und hygienisches Ergebnis liegt nicht nur am optimalen Waschgang oder dem idealen Waschmittel. Für die nachhaltige Pflege der Bettwäsche gibt es viele kleine, wertvolle Tipps. Wenn du dich an dieser Übersicht orientierst, kannst du entspannt und effektiv deine Bettwäsche waschen:
Die Vorbereitung:
Bevor du deine Bettwäsche wäschst, solltest du die Stoffe auf links drehen sowie Knöpfe bzw. den Reißverschluss schließen. Das schont Farben und Form.
Die perfekte Temperatur für Bettwäsche:
60 °C. Leider lässt sich bei dieser Temperatur nicht jede Bettwäsche waschen. Falls die Bettwäsche nur 40 °C verträgt, kannst du ein desinfizierendes Waschmittel benutzen oder ein waschmaschinentaugliches Desinfektionsmittel zur Wäsche hinzugeben, damit Keime auch bei dieser Temperatur zuverlässig abgetötet werden.
Neue Wäsche:
Vor dem ersten Gebrauch solltest du die fabrikneue Bettwäsche waschen. Dabei werden chemische Rückstände aus dem Stoff gespült.
Alte Wäsche:

Egal ob aus Seide, Baumwolle, Kunststoff oder Leinen: Auf jeder Bettwäsche zeichnet sich früher oder später ein Verschleiß ab. Mit kleinen Tricks kannst du dagegen vorgehen. Vergilbte Bettwäsche kannst du mit weißem Essig neu strahlen lassen. Dazu 100 ml Essig in eine Schüssel oder Wanne mit heißem Wasser einrühren. Darin kannst du die Wäsche eine halbe Stunde einweichen lassen. Anschließend den Stoff kurz ausspülen und die Bettwäsche in die Maschine geben. Generell kannst du verhindern, dass die Bettwäsche schnell vergilbt, wenn du sie grundsätzlich nur mit gleichen Farben wäschst.
Kombinationen:

Du kannst Bettlaken und Bettbezug gemeinsam waschen. Gleichfarbige Textilien wie das BODYGUARD® Spannbettlaken und die BODYGUARD® Bettwäsche können für die Wäsche gut kombiniert werden. Bettwäsche und Handtücher zusammen waschen ist ebenfalls problemlos möglich. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Handtücher schon ein paarmal vorher gewaschen sein sollten, denn fabrikneue Stoffe neigen dazu, bei den ersten Waschgängen Fussel zu verlieren.
Weichspüler:
Generell solltest du beim Bettwäsche waschen auf Weichspüler verzichten, denn Weichspüler führt dazu, dass Fasern verkleben und die Stoffe ihre natürliche Saugkraft verlieren.
Beladung der Maschine:
Wenn du deine Bettwäsche wäschst, ist es wichtig, die Waschmaschine nicht zu unter- oder überladen. Idealerweise ist die Trommel zu ¾ gefüllt. Damit verschwendest du keine unnötige Energie für den Waschgang und gleichzeitig ist gewährleistet, dass die Wäsche genug Flüssigkeit erhält, um wieder geschmeidig und strahlend sauber zu werden.

