Glossar

Kopfkissen – das Kissen für den Kopf

Illustration: Eine Kissenschlacht. Hinter einem Wall aus Kissen stehen drei Soldaten in Uniformen aus Kissenbezügen. Als Helmersatz dient ein Kissen auf dem Kopf.

Matratze und Lattenrost allein machen noch kein Bett. Für viele Menschen ist das Kopfkissen Bestandteil ihrer Schlafkultur. Die Auswahl ist riesig, so gleicht die Suche nach der richtigen Kopfunterlage einer Kissenschlacht. In erster Linie soll ein Kissen bequem sein, aber reicht das als Auswahlkriterium? Als Schlafunterlage kommt dem Kopfkissen eine wichtige Stützfunktion zu. Das richtige Kopfkissen kann nicht nur Verspannungen vorbeugen, es kann unter Umständen sogar Schnarchen vermindern.

Die Kissengröße

Kissen gibt es für unterschiedliche Zwecke in vielfältigen Formen und Größen. Wenn es um Schlafkissen geht, sind 80 x 80 cm große Kopfkissen der Standard. Gegenüber dem Standardkissen erfreut sich das 40 x 80 cm große Komfortkissen großer Beliebtheit, da Orthopäden und Physiotherapeuten Vorteile darin sehen. Andere Kissengrößen sind in Deutschland wenig verbreitet. Für Kinder sind Kopfkissen in den Größen 40 x 60 cm und 40 x 40 cm üblich. In Österreich werden Kissen in den Maßen 70 x 90 cm oder 60 x 80 cm bevorzugt.

Illustration: Zwei Kopfkissen. Links das Komfortkissen BODYGUARD® Stützkissen Plus in den Maßen 40 x 80 cm. Rechts das Standardkissen in der Größe 80 x 80 cm.

Das Standardkissen

Die meisten Menschen schlafen auf einem 80 x 80 cm großen Kissen – dem Standardkissen. Es bietet neben einem angenehmen Liegegefühl viel Platz für den Kopf zum Hineinkuscheln. Durch Zusammendrücken oder Falten lässt sich das Standardkissen bedingt anpassen. Die Kopfkissengröße besitzt aber auch einen Nachteil: Auf dem quadratischen Kopfkissen liegt nicht nur der Kopf, wie es eigentlich sein sollte, sondern oft auch die Schulterpartie. Egal ob Sie in Rücken- oder Seitenlage schlafen, die Wirbelsäule wird ungünstig gekrümmt. Verspannungen und Schmerzen im Schulter- sowie Nackenbereich können die Folge sein. Das Kissen zwischen Schulter und Matratze hemmt die unterstützende Funktion der Ergonomiemodule. Langfristig erhöht diese unvorteilhafte Schlaflage das Stresspotenzial des Körpers, was zu unruhigem Schlaf oder im ungünstigsten Fall zu Schlafstörungen führen kann.

Das Komfortkissen

Mit den Maßen 40 x 80 cm – halb so groß wie das Standardkissen – gibt das Komfortkissen der Schulter den nötigen Platz und stützt den Kopf samt Halswirbelsäule gut ab. Die Nacken-, Hals- und Schultermuskulatur kann entspannen. Daher empfehlen gerade Orthopäden und Physiotherapeuten diese Kissengröße. Das Komfortkissen gibt es – wie das Standardkissen auch – mit Feder-, Daunen-, Kunstfaser- oder Schaumstofffüllung. Ein weiterer Vorteil: Viele der 40 x 80 cm Kissen lassen sich in der Höhe variieren. Dazu kann ein Teil der Füllung entnommen werden. Eine besondere Art des Komfortkissens ist das Nackenstützkissen. Es besitzt eine spezielle Form, um gezielt den Nacken von sensiblen Menschen zu stützen.

Illustration: Gegenüberstellung eines Seitenschläfers mit Komfortkissen auf der einen und mit Standardkissen auf der anderen Seite. Auf dem Standardkissen liegen sowohl der Kopf als auch die Schulter auf. Die Wirbelsäule zeigt eine Krümmung. Das Komfortkissen unterstützt nur Kopf und Nacken. Die Schulter liegt frei und kann in die Matratze einsinken. Die Wirbelsäule bleibt gerade.

Tipp für kleines Kissen im großen Bezug:
Bettwäsche-Sets beinhalten in der Regel Kopfkissenbezüge im Maß der Standardkissen von 80 x 80 cm. Bezieht man damit ein Komfortkissen (40 x 80 cm), bleibt ein lakenähnlicher Teil am Kissen, der manchen stört. Ein kleiner Trick bringt die Lösung: Das Kissen wie gewohnt beziehen und den Bezug verschließen. Nun nimmt man eine Ecke des ungefüllten Teils des Kissenbezugs und schiebt sie zwischen Bezug und Kissen bis in die gegenüberliegende Ecke – man krempelt also den Kissenbezug nach innen. Dabei entsteht eine Art Tasche. Damit diese beim Schlafen nicht stört, dreht man das Kissen mit der Öffnung auf die Unterseite und in Richtung Kopfende des Bettes.

Für jede Lebenslage das richtige Kopfkissen

Das Kopfkissen dient nicht nur als einfache Kopfablage: Es soll Kopf und Nacken ausreichend abstützen, um Wirbel und Muskulatur zu entlasten. Damit leistet das Kissen einen wesentlichen Beitrag zu erholsamem Schlaf. Erreicht wird das, indem die Lücke zwischen Kopf und Matratze, die je nach Schlafposition und von Mensch zu Mensch variiert, vom Kopfkissen ausgefüllt wird. Ob Rücken-, Bauch- oder Seitenschläfer, für jeden Schlaftyp werden dutzende Kissen angepriesen. Die meisten Kissen eignen sich nur für eine einzige Schlafposition. Vorteile bieten Kissen mit herausnehmbarer Füllung. Das höhenverstellbare BODYGUARD® Stützkissen Plus lässt sich auf fast jede Schlafposition einstellen und gut an individuelle Bedürfnisse anpassen.

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Kopfkissen für Seitenschläfer

Mehr als die Hälfte aller Menschen schlafen auf der Seite. Daher ist das Angebot an Seitenschläferkissen besonders groß. In der Seitenlage ist für einen entspannten Schlaf entscheidend, dass die Wirbelsäule eine durchgängige, gerade Linie ergibt. Um das zu gewährleisten, wird neben einer ergonomisch guten Matratze ein Kissen benötigt, das den Kopf gut abstützt. Die Schulter darf nicht auf dem Kissen aufliegen und so am Einsinken in die Matratze gehindert werden. Das schmalere Komfortkissen eignet sich für Seitenschläfer besser als das große Standardkissen. Die Schulter sinkt in eine weiche Matratze tiefer ein als in eine feste, demzufolge sollte das Kissen bei Verwendung einer weichen Matratze etwas flacher ausfallen.

Illustration: In drei Abbildungen wird die Lage des Kopfes und der Wirbelsäule von Seitenschläfern mit unterschiedlich hohen Kissen dargestellt. Die ergonomisch korrekte Kopf- und Wirbelsäulenposition – eine gerade Linie – ist mit einem Häkchen gekennzeichnet.

Die Höhe des Kissens sollte entsprechend der Schulterbreite gewählt werden. Die Kopfkissenhöhe können Sie ganz einfach zu Hause ermitteln: Stellen Sie sich seitlich locker mit der Schulter an eine Wand und messen Sie den Abstand zwischen Kopf und Wand. Vom Messwert ziehen Sie grob die Zentimeter ab, um die die Schulter in die Matratze einsinkt.

Unter dem Begriff Seitenschläferkissen versteht man auch Kissen in besonderen Größen und Formen, die teilweise das eigentliche Kopfkissen ersetzen. Eine Variante des Seitenschläferkissens ist schmal und sehr lang, andere besitzen eine 7-, U- oder C-Form. Der Schlafende umarmt diese Kissen förmlich und legt sie sich zwischen die Beine. Die Haltung der Wirbelsäule wird unterstützt und ein Abgleiten der Schlaflage hin zur Bauchposition wird verhindert. Allerdings sind solche Seitenschläferkissen so spezialisiert auf eine Seitenlage, dass sie für Menschen, die ihre Schlafposition häufig verändern, eher ungeeignet sind.

Illustration: In drei Abbildungen wird die Lage des Kopfes und der Wirbelsäule von Rückenschläfern mit unterschiedlich hohen Kissen dargestellt. Die ergonomisch korrekte Kopf- und Wirbelsäulenposition – die charakteristische doppelte S-Form – ist mit einem Häkchen gekennzeichnet.

Kopfkissen für Rückenschläfer

Jeder fünfte Mensch schläft dauerhaft auf dem Rücken. Die Rückenlage gilt als die gesündeste Schlafposition, da der Nacken und Rücken entlastet werden. Außerdem wird die Atmung nicht eingeschränkt. Die Wahl des Kissens für diese Schlaflage gestaltet sich relativ einfach. Um die natürliche S-Form der Wirbelsäule zu unterstützen, reicht in den meisten Fällen ein flaches Kopfkissen aus. Um die richtige Höhe zu ermitteln, stellen Sie sich mit dem Rücken locker an eine Wand und richten den Blick geradeaus. Der gemessene Abstand zwischen Wand und Hinterkopf ergibt die optimale Kissenhöhe. Ein höhenverstellbares Nackenstützkissen lässt sich gut anpassen und stützt den Kopf-Nacken-Bereich entsprechend des Bedarfs. Bei der Größe sollten Sie darauf achten, dass Sie nur mit Kopf und Nacken, aber nicht mit den Schultern auf dem Kissen liegen.

Kopfkissen für Bauchschläfer

In der Bauchlage schlafen die wenigsten Menschen. Das Schlafen auf dem Bauch ist nicht zu empfehlen, da die Nackenwirbel eine unnatürlich verdrehte Position einnehmen. Darüber hinaus wird die Atmung eingeschränkt. Ist das Kissen zu hoch, werden die Halswirbel überstreckt und es drohen Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich. Leiden Sie unter solchen Beschwerden, unternehmen Sie den Versuch, in die Seitenlage zu wechseln. Den Nutzen von im Handel angebotenen speziellen Bauchschläferkissen halten Fachleute für fragwürdig. Wichtig für Bauchschläfer ist, eine flache und weiche Unterlage zu verwenden oder ganz auf ein Kopfkissen zu verzichten.

Illustration: Ein geöffnetes Kopfkissen, darin befinden sich Visco-Schaumflocken. Daneben eine Hand, die Schaumflocken hält.Für jeden Kopf die richtige Füllung

Füllmaterialien für Kopfkissen haben hauptsächlich Einfluss auf das Liegegefühl. Grundsätzliche Anforderungen an Schlafkissen wie Atmungsaktivität und Stützkraft erfüllen die meisten synthetischen und natürlichen Kissenfüllungen gleichermaßen. Viscoschaum- und Schaumstoffkissen bieten Vorteile in puncto Haltbarkeit, Anpassungsfähigkeit und Hygiene. Letzteres ist besonders für Allergiker von Bedeutung. Die Möglichkeit, die Höhe des Kopfkissens durch Entnahme oder Zugabe von Füllmaterial zu verändern, gestattet Seiten- wie Rückenschläfern, den Stützbedarf richtig einzustellen. Dabei ist es unerheblich, ob im Kissen Viscoschaum, Latex oder Kunstfasern stecken.

Kopfkissenpflege

Morgendliches Aufschütteln der Kissen und regelmäßiges Waschen der Kopfkissenbezüge sorgt für ein sauberes und angenehmes Schlafklima – mehr braucht es in der Regel nicht. Die meisten Kopfkissen lassen sich ohnehin nicht waschen. Kissen, die für eine Reinigung in der Waschmaschine geeignet sind, leiden durch das Waschen und durch das Schleudern häufig an Stützkraftverlust oder trocknen nur langsam.

Illustration: Vor einer Waschmaschine liegen mehrere Kopfkissen. Eines der Kissen ist ein BODYGUARD® Stützkissen Plus.