Glossar

Taschenfederkernmatratze – kühles Schlafklima

Illustration einer Taschenfederkernmatratze im Querschnitt.

Wenn Sie überlegen eine Taschenfederkernmatratze zu kaufen, sollten Sie einige Vor- und Nachteile abwägen. Neben Kaltschaum- oder Gel-Matratzen gibt es die Gruppe der Federkernmatratzen, zu der die Taschenfederkernmatratze gehört. Allgemein zeichnen sich Federkernmatratzen durch ihr Herzstück – einen Kern aus spiralförmigen Stahlfedern – aus. Sie sorgen für einen kühlen Schlaf aufgrund ihrer atmungsaktiven Bauweise, weshalb sie populär bei Menschen sind, die nachts schnell schwitzen. Die Taschenfederkernmatratze ist die beliebteste Federkernart. Ihr wird ein hoher Schlafkomfort nachgesagt.

Was ist eine Taschenfederkernmatratze?

Taschenfederkernmatratzen haben separate Taschen aus Stoff, in denen die Federn jeweils eingenäht sind und sich so einzeln, unabhängig von den anderen Federn im Matratzenkern, bewegen. Das hat einerseits den Vorteil, dass die nebeneinander aufgereihten Federn im Vergleich zu anderen Federkernarten nicht miteinander verbunden sind und potentielle Geräusche der Federn gedämpft werden. Ein Nachteil von Bonellfederkernen, der einfachsten Federkernart, ist nämlich, dass sie aufgrund ihrer Bauweise bei Bewegung und Abnutzung ein quietschendes Liegeerlebnis entwickeln und so den Schlafkomfort schmälern.

Foto vom Kern einer Taschenfederkernmatratze: In Reihen aufgestellte Federn einzeln in Stofftaschen vernäht.

Andererseits erzeugt das Prinzip der Taschen eine differenzierte Stützung des Körpers. Anbieter sprechen deshalb von einer hohen Punktelastizität bei Taschenfederkernmatratzen. Das bedeutet, dass sich bei einer Druckeinwirkung durch eine schlafende Person nicht die darunterliegenden Federn als ganze Konstruktion zusammenschieben, sondern nur unmittelbar die Federn nachgeben, die belastet werden. Anders gesagt, passt sich eine punktelastische Matratze durch ihre flexible Oberflächeneigenschaft dem Körper individueller an, je nach Gewicht der Körperteile. Schwere Zonen sinken ein, während leichte Zonen gestützt werden.

Bauweise einer Taschenfederkernmatratze

Taschenfederkernmatratzen bestehen nicht nur aus ihren namensgebenden typischen Spiralfedern. Ihr Aufbau entspricht einem Schichtsystem und lässt sich ebenso bei den anderen Federkernarten finden. Ihre Bauweise ist somit immer gleich. Unterschiede liegen in der Form der Spiralfedern sowie der Art und Weise wie diese im Inneren der Matratze verankert sind.

Die Federn der Taschenfederkernmatratzen haben eine zylindrische geradlinige Form. Die Folge ist ein festeres Liegegefühl im Vergleich zu anderen Federkernarten. Neben den tailliert geformten Bonellfedern gibt es sogenannte Tonnentaschenfederkerne. Wie Taschenfederkernmatratzen hat diese Federkernart durch Nähte voneinander getrennte Textiltaschen. Ihr Unterschied besteht lediglich in der Form der Federn, die bauchig ist, das heißt in der Mitte breiter und an den Enden schmaler.

Foto vom Innenleben einer Taschenfederkernmatratze: Blick auf die einzelnen Schichten, den Federkern und diverse Fließ- und Schaumauflagen.

Über dem Federkern einer Taschenfederkernmatratze und den Stofftaschen, die aus Baumwolle oder Baumwoll-Mischgeweben bestehen, liegt eine Schicht aus Vlies oder Baumwollfilz. Diese schützt die darüber liegende Polsterschicht vor Schäden durch die Spiralfedern. Die Polsterschicht besteht aus Schaumstoff, meistens aus Kalt-oder Gelschaum. Der Bezug bildet die letzte Schicht, die aus verschiedensten Materialien gefertigt sein kann.

Taschenfederkernmatratze – hohe Luftzirkulation

Da der Körper beim Schlafen kontinuierlich Flüssigkeit abgibt, empfiehlt sich eine atmungsaktive Matratze, um schweißgebadetes Aufwachen in der Nacht zu vermeiden. Zusätzlich sollte die aufgenommene Feuchtigkeit einer Matratze an die Raumluft abgegeben werden, um eine potentielle Schimmelbildung vorzubeugen. Beides lässt sich mit einer Matratze erreichen, die eine hohe Luftzirkulation bietet.Illustration: Eine Taschenfederkernmatratze im Querschnitt. Fokus auf die Belüftungsräume zwischen den einzelnen Taschenfedern und in den Einschnitten der Schaumstoffauflage.

Eine Taschenfederkernmatratze hat im Inneren der einzelnen Spiralfedern Hohlräume. Diese funktionieren wie Luftkanäle, die sowohl horizontal als auch vertikal im Matratzenkern verlaufen. Jede Bewegung des Schlafenden bewirkt unbewusst mehrere Luftströme durch die Hohlräume, die Feuchtigkeit an die Raumluft abgeben. Ein trockener Schlaf ist damit gewährleistet, weshalb viele Hersteller Taschenfederkernmatratzen für Allergiker anpreisen. Häufiges Argument ist, dass Milben kein trockenes Klima mögen. Tatsächlich kann jedoch selbst eine geringe Anzahl von Hausstaubmilben allergische Reaktionen auslösen. Zudem kann der Matratzenbezug Allergien auslösen. Er sollte frei von tierischen Eiweißen sein, wie etwa Wolle, Rosshaar oder Kamelhaar.

Kaltschaum oder Taschenfederkern: Für wen ist welche Matratze geeignet?

Überlegen Sie sich, eine Matratze aus Taschenfederkern oder Kaltschaum zu kaufen, lassen sich neben der Luftzirkulation einige andere Vor- und Nachteile feststellen.

Da der Taschenfederkern aus Stahlfedern besteht, ist er formstabiler als Kaltschaummatratzen, also weniger transportabel. Beim Drehen oder Bettbeziehen sind Taschenfederkernmatratzen demnach unhandlicher. In Relation ist das Liegegefühl bei Taschenfederkernmatratzen zudem fester als bei Unterlagen aus Kaltschaum. Anbieter von Taschenfederkernen empfehlen diese in der Regel für Personen mit einem hohen Körpergewicht, während leichtere Personen tendenziell Kaltschaummatratzen bevorzugen.

Foto: Ausschnitt einer Person. Hals und Dekolleté sind schweißnass.

Bei Ihrer Kaufentscheidung sollten Sie auf Ihr Wärmempfinden achten. Neigen Sie zu Nachtschweiß, kann eine Matratze mit einem Taschenfederkern durchaus Sinn machen. Andersherum bieten sich Matratzen aus Kaltschaum für Schlafende an, die nachts schnell frieren.

Auch hochwertige Kaltschaummatratzen oder Latexmatratzen weisen eine gute Luftzirkulation auf. Dies hängt von der Atmungsfähigkeit des Matratzenkerns ab. Bestimmte Hersteller bieten Kaltschaummatratzen mit eingebauten Luftkanälen an, um die Atmungsaktivität zu optimieren. Alternativ haben alle Latexmatratze integrierte Belüftungskanäle. Diese sind jedoch vergleichsweise teuer.

Eine gute Belüftung erzielen Kaltschaummatratzen mit einer offenporigen Kernstruktur. Da deren Dichte niedrig ist, kann die Matratze Feuchtigkeit effizient abgeben und die Luft zirkulieren lassen. Dazu zählt die BODYGUARD® Matratze, deren QXSchaum® eine offene Zellstruktur hat.

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Richtiger Lattenrost für Taschenfederkernmatratzen

Bei der Anschaffung einer Taschenfederkernmatratze sollten Sie auf den passenden Lattenrost achten. Weniger geeignet sind Lattenroste mit starken Verstellmöglichkeiten wie flexible Tellerlattenroste oder Roste mit Motor. Aufgrund ihrer Bauweise aus Spiralfedern sind Taschenfederkernmatratzen, aber auch Federkernmatratzen generell nicht so biegsam wie etwa Kaltschaummatratzen. Sie stützen und federn nur bei senkrechten Druckeinwirkungen einer schlafenden Person. Andere Bewegungen ausgelöst durch die Mechanik eines flexiblen Lattenrostes beim Verstellen etwa des Kopf- und Fußteils können zum Verkanten oder Stauchen führen. Die Folge sind Unebenheiten oder im schlechtesten Fall eine Verformung der Matratze. Ein starrer Lattenrost stellt deshalb eine passende Unterfederung für Matratzen mit einem Taschenfederkern dar.

Wie gut ist eine Taschenfederkernmatratze?

Eine Taschenfederkernmatratze verfügt über flexible Oberflächeneigenschaften. Die in Textiltaschen eingenähten Stahlfedern wirken geräuschdämmend. Matratzen mit Taschenfederkernen haben ein festeres Liegeerlebnis und sind formstabiler also weniger transportabel als Kaltschaummatratzen.

Für wen ist eine Taschenfederkernmatratze geeignet?

Taschenfederkernmatratzen eignen sich für Personen, die nachts schnell schwitzen. Aufgrund ihrer hohen Atmungsfähigkeit und Luftzirkulation besitzen sie ein trockenes, kühles Schlafklima. Tendieren Sie dazu, beim Schlafen zu frieren, eignet sich eher eine Kaltschaummatratze.

Was ist besser Kaltschaummatratze oder Taschenfederkernmatratze?

Beide Matratzenarten haben Vor- und Nachteile. Das Körpergewicht, das Liegegefühl und das individuelle Wärmeempfinden bestimmen, welche Art besser für das individuelle Schlafbedürfnis passt.

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