Ratgeber

Wie sinnvoll ist ein Bettüberwurf?

Titel: Frontansicht eines Bettes, auf dem ein Bettüberwurf zu sehen ist und weitere verschiedene Tagesdecken.

Ein Bettüberwurf ist eine dünne Decke, die tagsüber das Bett abdeckt. Sie wird zu dekorativen Zwecken genutzt und verwandelt das Bett in eine schöne Wohnlandschaft. Ein Bettüberwurf kann aus verschiedensten Materialien bestehen und schützt das Bettzeug vor Schmutz und Staub. Der Klassiker ist Baumwolle, da das Material hautfreundlich und atmungsaktiv ist. Aus hygienischer Sicht ist ein Bettüberwurf jedoch nicht unbedingt zu empfehlen.

 

Was ist ein Bettüberwurf?

Bei einem Bettüberwurf handelt es sich um eine Tagesdecke, mit der das Bett über den Tag abgedeckt wird. Wenn das Bett tagsüber nicht genutzt wird, verschwindet die Bettwäsche unter dem darüber liegenden Bettüberwurf. Eine solche Decke lässt das Schlafzimmer aufgeräumt und gemütlich aussehen. Besonders in Einzimmerwohnungen, in denen das Bett meist tagsüber als Couch dient, lässt ein Bettüberwurf die Schlafstätte einladend und schön aussehen. Zusätzlich können diese Decken die eigentliche Bettwäsche vor Staub oder Tierhaaren schützen. Die Größe eines Bettüberwurfs wird meistens so gewählt, dass die Decke das gesamte Bett bedeckt. Oftmals reichen die Ecken der Decke bis zum Boden, was dem Bett ein elegantes Aussehen verpasst. Klassischerweise deckt der Bettüberwurf das Gästebett in Ferienhäusern ab. Die Tagesdecken sollen die Betten nicht nur vor Staub und Schmutz schützen. In erster Linie sollen die Betten für den Gast ansprechend wirken und ein Gefühl von Gemütlichkeit und Willkommensein übermitteln.

Foto: Ein hölzernes Bett, das mit einem grünlich gemusterten Bettüberwurf und Zierkissen dekoriert ist.

Die Entstehungsgeschichte dahinter

Der Bettüberwurf war vor der Industrialisierung insbesondere der wohlhabenden Oberschicht vorbehalten. Als die Industrialisierung die Textilverarbeitung ab dem 19. Jahrhundert grundlegend veränderte, konnte sich auch die breite Masse Tagesdecken und Bettüberwürfe leisten. Mit der Zeit entwickelte sich in den Vereinigten Staaten die sogenannte Patchwork-Technik, die Einwandernde aus dem englischen Sprachraum mitbrachten. Der Begriff Patchwork leitet sich von dem englischen Wort „patch“ ab und bedeutet übersetzt flicken. Damit wird die Verwendung von Resten verschiedener Materialien zur Anfertigung neuer Textilien beschrieben. Siedlerfrauen nähten ihre Stoffreste aneinander und kreierten damit Bettüberwürfe in verschiedenen Mustern.

Foto: Hände fädeln eine Stricknadel durch eine buntgemusterte Tagesdecke..

Bettüberwurf aus Leinen – für den Sommer

Wählen Sie für Ihren Bettüberwurf Leinen, wird die Decke oftmals nicht nur für dekorative Zwecke, sondern auch anderweitig genutzt. Leinen ist ein leichter Stoff, der die Haut atmen lässt. Daher werden die dünnen Leinentücher gerne als Bettbezug in wärmeren Nächten verwendet. Grundsätzlich ist dies aber nur bedingt zu empfehlen, denn das Schlafen mit einer dünnen Decke oder einem leichten Bettbezug kann während der Nacht Unterkühlung hervorrufen.

Foto: Nahansicht eines weißen Leinentuchs.

Die Nutzung einer leichten Sommerbettdecke in Kombination mit hochwertiger Sommerbettwäsche sollte dafür eher in Betracht gezogen werden. Die BODYGUARD® Satin-Bettwäsche besteht zu 100 % aus Baumwolle und erzeugt ein angenehm kühles Gefühl auf der Haut.

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Bettüberwurf aus Microfaser – die allergiefreundliche Variante

Bettüberwurf aus Microfaser besteht aus Kunstfasern, die einen Großteil an Polyester und einen geringen Anteil an anderen Kunstfasern vereinen. Aufgrund dessen, dass synthetische Fasern nur wenig Nährboden für Milben und Keime bieten, eignet sich eine solche Decke besonders für Menschen mit Hausstaubmilbenallergie. Tagesdecken aus Polyester kombinieren eine hohe Atmungsaktivität mit einer guten Wärmeisolation. Besonders hervorzuheben ist die Langlebigkeit des Materials. Sie halten sich über viele Jahre und überstehen viele Wäschen. Sie behalten durchgehend Form und Farbe – jedoch nur dann, wenn man sich einen hochwertigen Bettüberwurf aus Microfaser zulegt. Eine wichtige Rolle hierbei spielt auch das Hautgefühl. Qualitativ minderwertige Tagesdecken aus Microfaser können sich kratzig und unangenehm anfühlen.

Gemachtes Bett kann dem Bettklima schaden

Foto: Die Hände einer Person ziehen einen Bettüberwurf auf einem Bett gerade.

Grundsätzlich ist ein Bettüberwurf eine gute Möglichkeit, sein Bett vor Staub, Tierhaaren oder Schmutz zu schützen. Jedoch sollten Sie bedenken, dass das Bettklima darunter leiden kann. Dies ist insbesondere dann der Fall, wenn Sie Ihr Bett direkt nach dem Aufstehen machen. Ein feuchtwarmes Schlafklima, das sich während der Nacht durch Atemluft und Schweiß gebildet hat, bietet Hausstaubmilben ideale Bedingungen zur Vermehrung. Damit Sie dies verhindern, sollten Sie Ihr Schlafzimmer für eine Weile lang gut belüften. Die kleinen Tierchen ernähren sich von Schweiß und Hautschuppen und fühlen sich im feuchtwarmen Bettklima besonders wohl. Schlagen Sie nach dem Aufstehen die Bettdecken ordentlich zurück und lüften Sie gründlich. Wird die Matratze nach dem Aufstehen zusammen mit Bettwäsche und dem Bettüberwurf abgedeckt, hält sich das feuchtwarme Klima im Bett. Generell ist daher zu empfehlen, das Bett den Tag über unbedeckt oder die Bettdecke zurückgeschlagen zu lassen.

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