Ratgeber

Kinderdecke – vom Wagen ins Bett auf den Boden und zurück

Foto: Ein Kind geht eine Treppe herunter und zieht eine rote Kinderdecke hinter sich her.

Der Begriff Kinderdecke deckt vielfältige Arten von Decken mit überaus unterschiedlichem Gebrauch ab. So fallen darunter Bettdecken für Kinder, aber auch Babydecken, Kuscheldecken und Decken für den Kinderwagen. Decke ist nicht gleich Decke, aber worin unterscheiden sich die einzelnen Kinderdecken?

Kinderdecke als Bettdecke für Kinder

Foto: Der untere Teil eines Hochbetts. Eine Kinderbettdecke liegt zurückgeschlagen auf der Matratze.

Kinderbettdecken gibt es in zwei handelsüblichen Größen. Die gängigere Größe ist die Kinderdecke 100x135 cm, in einigen Betten findet sich die kleinere Variante, die Kinderdecke 60x120 cm. Damit entspricht die etwas größere Standardvariante etwa einer in der Länge halbierten Bettdecke für Erwachsene. Immer gleich groß sind die zur Kinderbettdecke gehörigen Kinderkissen 40x60 cm. Sie sind weitaus flacher und weniger prall befüllt als Kopfkissen für Erwachsene.

Tipp: Beim Kauf einer Kinderbettdecke ist es hilfreich zu wissen, dass die Auswahl für die Kinderdecke 100x135 größer ist. Bettwäschesets zum Beziehen der Kinderdecken finden sich jedoch in beiden Größen.

Ab wann braucht mein Kind eine Kinderbettdecke?

Foto: Ein weißes Gitterbett ohne Decke. Daneben ein Korbsessel und ein Nachttisch mit Dinosaurier.

Die Verwendung einer Kinderbettdecke ist erst etwa ab Vollendung des zweiten Lebensjahres notwendig und empfehlenswert. Kleinere Kinder schlafen sicherer ohne Kinderdecke im Babyschlafsack. Eine Kinderdecke im Babybett gilt vielmehr als unnötiges Risiko. Ungünstige Überdeckung kann zu Atemrückstau oder Überhitzung führen. Besonders im ersten halben Jahr, aber auch vor Vollendung des zweiten Lebensjahres ist der Kinderschlaf noch besonders tief. Die unterbewusste Motorik ist noch weitgehend blockiert. Bei den ganz Kleinen ist die bewusste Motorik noch nicht einmal wirklich ausgeprägt bzw. zielgerichtet einsetzbar. Eine über den Kopf gezogene Kinderdecke kann in der Regel nicht selbstständig von den Kleinsten entfernt werden.

Sicherheitshinweis: Verzichten Sie auf eine Kinderdecke im Babybett, Gitterbett sowie Familienbett und lassen Sie Kinder unter zwei Jahren ausschließlich im Babyschlafsack schlafen.

Der Allrounder unter den Kinderdecken: die Kinderwagendecke

Foto: Ein Kleinkind liegt schlafend im Buggy. Es ist in eine Kinderwagendecke gekuschelt.

Einst fanden sich in Kinderwagen, je nach Jahreszeit, zahlreiche Schichten an Decken verschiedener Dicke. Heutzutage liegen die meisten Kinder im Wagen in einem Babyschlafsack oder einer Stoffschale. Das Deckensystem hat sich dennoch gehalten. Kinderwagenschalen und Babyschlafsäcke sind häufig nach dem Schichtsystem gestaltet: Sie besitzen abnehmbare Teile, so dass sie im Sommer und Winter eingesetzt werden können. Gefütterte Einlagen oder wetterfeste Aufsätze können mittels Reißverschluss oder Knöpfen abgenommen, ergänzt oder ausgetauscht werden. Einfache Sommersäcke werden weiterhin mit zusätzlichen Decken für den Kinderwagen winterfest gemacht. Einige Decken für den Kinderwagen sind mit Arm- und Fußlöchern ausgestattet, so dass das schlafende Kind in der Kinderwagendecke herausgenommen und umgebettet werden kann. Ein besonderer Vorteil, um Kinder, die bevorzugt bei Bewegung einschlafen, anschließend ins Bett zu befördern. Um den Wechsel zwischen den verschiedenen Fahrzeugen zu erleichtern, verfügen einige Kinderwagendecken zudem über Aussparungen für das Gurtsystem von Kindersitzen und Sitzschalen.

Babydecken zum Kuscheln, Spielen, Verschenken und Erinnern

Foto: Babyfüße schauen unter einer Kinderdecke aus kuscheligem Material hervor.

Die Babydecke ist vor allem im ersten Lebensjahr wichtig, da Babys noch nicht in der Lage sind, ihre Körpertemperatur ausreichend selbst zu regulieren. Die Körperwärme kann nicht durch Zittern oder Gänsehaut unbewusst erhöht werden. Als stetiger Begleiter von Baby und Eltern ist die Babydecke neben Windeln und zahlreichen Kuscheltieren das wohl beliebteste Geschenk zur Geburt eines Kindes. Eine solche Kinderdecke hat gerade in den ersten Lebensjahren zahlreiche Einsatzorte und Verwendungsmöglichkeiten. Dabei steht sie unter enormer Belastung und ist unterschiedlichsten Untergründen ausgesetzt: beim Wickeln unterwegs, in zahlreichen Pausen auf langen Autofahrten, um dem Bewegungsdrang und der Körperhaltung des Babys gerecht zu werden oder einfach nur als Picknickdecke beim Spazierengehen. Auch zuhause oder zu Besuch bei Familie und Freunden mit glatten Fußböden erleichtert die portable Unterlage das Drehen, Krabbeln und Laufenlernen. Zudem muss eine Babydecke dem Forschungsdrang der Kleinsten standhalten, bei dem alles, auch die Decke selbst, in den Mund gesteckt wird und sich der eben noch gekostete Waldboden und die aufgestoßene Milchmahlzeit mit dem Stoff der Kinderdecke vermengen.

Tipp: Achten Sie beim Kauf einer Babydecke auf hygienische Waschbarkeit bei mindestens 60 °C. Halten Sie die schönen Kinderdecken aus Wolle und Filz, die Sie zur Geburt eventuell mit Namen oder sonstigen Stickereien geschenkt bekommen, besser fern vom täglichen Trubel. Nutzen Sie die robusteren Deckenvarianten als Unterlage für alle Gelegenheiten.
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