Das Oberbett gehört zu den Dingen, über die wir eher selten nachdenken – bis wir nachts schwitzen, frieren oder mit unserer zu kurzen Bettdecke kämpfen. Spätestens dann wird klar: Ein gutes Oberbett ist mitentscheidend in der Frage, wie erholt wir am Morgen aufwachen.
Was ist ein Oberbett?
Oberbett ist der klassische Begriff für Bettdecke. Der Begriff stammt aus Zeiten, in denen zwischen Unterbett und Oberbett unterschieden wurde. Das Unterbett war eine weiche Auflage unter dem Körper – vergleichbar mit dem, was wir heute als Topper oder Matratzenauflage kennen. Das Oberbett liegt entsprechend oben auf dir. Heute sagen viele einfach Bettdecke oder Zudecke. Gemeint ist dasselbe: die Decke, mit der du dich nachts zudeckst.
Oberbett – oder doch Plümo?
Je nach Region gibt es unterschiedliche Namen. An der Grenze zu Polen ist der slawische Begriff Tuchent verbreitet. Richtung Frankreich hörst du eher Plumeau oder Plümo, abgeleitet vom französischen Wort „plume“ für Feder. Noch heute gibt es Oberbetten mit Daunenfederfüllung.

Warum ist das richtige Oberbett so wichtig?
Das richtige Oberbett ist essenziell für deine Nachtruhe. Es reguliert Wärme, nimmt Feuchtigkeit auf, gibt sie rasch wieder ab und sorgt dafür, dass du dich geborgen fühlst. Passt die Bettdecke nicht zu dir, merkst du das schnell:
- Du wachst nachts verschwitzt auf.
- Deine Füße schauen unten raus.
- Die Decke fühlt sich zu schwer oder unangenehm leicht an.
- Dir ist ständig kalt.
Wie groß ist das Standard-Oberbett?
Die klassische Standardgröße fürs Oberbett in Deutschland ist 135×200 cm. Bettwäsche für ein Oberbett 135×200 cm findest du praktisch überall. Die Größe eignet sich gut für Jugendliche und Erwachsene normaler Körpergröße bis 180 cm sowie Menschen, die sich nachts wenig bewegen. Auch im Doppelbett sind zwei einzelne Decken in 135×200 cm beliebt.
Oberbett 155×220 cm – ist größer gleich mehr Komfort?
Ein Oberbett 155×220 cm ist besonders beliebt bei großen Menschen oder allen, die sich nachts gerne einkuscheln. Durch die zusätzliche Länge bleiben auch bei langen Beinen die Füße bedeckt. Wer deutlich kleiner ist, empfindet eine größere Decke manchmal als zu schwer oder unhandlich. Mehr Stoff heißt eben auch mehr Stoff, den du im Schlaf bewegen musst.
Was ist ein gutes Oberbett?
Ein gutes Oberbett passt nicht pauschal zu allen – sondern zu dir. Entscheidend sind Schlafgewohnheiten, Raumtemperatur und persönliche Vorlieben.
Die richtige Wärmeklasse
Wenn du schnell frierst, ist ein wärmeres Modell sinnvoll. Schwitzt du leicht, eher eine leichte Variante. Manche nutzen Sommer- und Winterdecken im Wechsel. Für das ganze Jahr kann eine mittelwarme Ganzjahresdecke sinnvoll sein, etwa die BODYGUARD® Ganzjahresdecke. Wenn dein Schlafzimmer eher kühl ist oder du schnell kalte Füße bekommst, passt womöglich die warme BODYGUARD® Winterdecke besser zu dir.

Das passende Füllmaterial
| Füllmaterial für Oberbetten | Vorteile | Nachteile | Geeignet für |
| Kunstfasern (z.B. Polyester) | Pflegeleicht, hygienisch, gut bei Allergien geeignet, meist maschinell waschbar, häufig günstiger, unkompliziert im Alltag | Atmungsaktivität stark abhängig von Materialqualität | Alle, die sich eine leichte und unkomplizierte Lösung wünschen, Menschen mit Allergien, Haushalte mit hohem PflegebedarfAlle, die sich eine leichte und unkomplizierte Lösung wünschen, Menschen mit Allergien, Haushalte mit hohem Pflegebedarf |
| Naturfasern (z.B. Baumwolle, Lyocell) | Atmungsaktiv, gutes Feuchtigkeitsmanagement, angenehmes Schlafklima, temperaturausgleichend | Häufig pflegeintensiv, teils schwerer, oft höherer Preis | Menschen mit hohem Anspruch an Natürlichkeit, wärmeempfindliche SchlafendeMenschen mit hohem Anspruch an Natürlichkeit, wärmeempfindliche Schlafende |
| Mischfasern (z.B. Polyester + Baumwolle) | Kombinieren Materialvorteile, leicht, oft gute Klimaregulierung | Qualität sehr unterschiedlich, Materialzusammensetzung nicht immer transparent, Vorteile stark modellabhängig | Alle, die gezielt bestimmte Eigenschaften suchen |
Wichtig beim Oberbett kaufen: Nicht nur das Material zählt, sondern auch Verarbeitung, Füllmenge, Steppung und Wärmeklasse. Polyester ist längst mehr als eine günstige Alternative zu Naturfasern. Hochwertig verarbeitete Oberbetten aus Polyester bieten zuverlässigen Komfort und haben in Sachen Hygiene, Pflege und Alltagstauglichkeit sogar klare Vorteile gegenüber Naturfasern.
Die passende Größe
Zu klein ist nervig, zu groß oft unpraktisch. Wähle passend zu Bettgröße, Körpergröße und deinem Schlafstil. Viele Modelle gibt es sowohl als Oberbett 135×200 cm als auch Oberbett 155×220 cm. Du findest auch die Doppelbett-Größen 200×200 cm und 200×220 cm.
Pflege und Alltagstauglichkeit

Wenn du dein Oberbett oft waschen möchtest, achte auf Waschbarkeit und einfache Pflege. Gerade moderne Faserdecken punkten hier oft im Alltag und lassen sich maschinell waschen sowie trocknen.
Die richtige Steppung
Auch die Steppung beeinflusst, wie angenehm sich ein Oberbett anfühlt. Mit Steppung sind Nähte und Kammern im Oberbett gemeint, durch die die Füllung nicht verklumpt oder verrutscht. Gleichzeitig entscheidet sie mit darüber, wie gleichmäßig Wärme gespeichert wird. Kleine Karos verteilen die Füllung meist gleichmäßiger und eignen sich gut für wärmere Decken. Größere Kammern lassen das Oberbett meist lockerer und anschmiegsamer wirken. Wichtig ist vor allem eine saubere Verarbeitung – selbst hochwertiges Füllmaterial bringt wenig, wenn sich im Inneren alles in einer Ecke sammelt.
Daunen-Oberbett: nicht mehr zeitgemäß

Noch immer gibt es viele Bettdecken mit Daunenfüllung. Daunen, also wärmedämmende Unterfedern, gelten als weich, fluffig und warm. In der Industrie werden meist Gänse- oder Entendaunen verwendet. Heute gibt es jedoch so gute Alternativen, dass Daunen einfach nicht mehr zeitgemäß sind. Auch wenn Zertifizierungen und vermeintlich hohe Standards einen anderen Eindruck erwecken wollen: Die Gewinnung von Daunen ist immer mit Tierleid verbunden.
Wer bewusst kauft, findet starke Alternativen ohne tierische Materialien. Moderne Faserdecken bieten angenehme Wärme, gute Atmungsfähigkeit – und ein gutes Gefühl beim Schlafen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist das Oberbett?
Ein Oberbett ist der klassische Begriff für die Bettdecke. Gemeint ist die Decke, mit der du dich nachts zudeckst.
Wie nennt man ein Oberbett?
Ein Oberbett nennt man heute meist Bettdecke, Zudecke oder einfach Decke. Regional sind auch Begriffe wie Plümo, Plumeau oder Tuchent verbreitet.
Wie groß ist ein Standard-Oberbett?
Die Standardgröße für ein Oberbett in Deutschland ist 135×200 cm. Diese Größe ist besonders verbreitet und passt zu vielen Betten.
Wie nennt man eine Bettdecke noch?
Eine Bettdecke wird auch Oberbett, Zudecke, Steppdecke oder einfach Decke genannt. Je nach Region gibt es zusätzlich traditionelle Begriffe wie Tuchent oder Plümo.


