Ratgeber

Unterbett: Schutzschicht und Polsterung

Foto: Ein weißes Unterbett ist an einer Matratze befestigt.

Ein Unterbett wird zu den Matratzenauflagen gezählt. Als weiche Liegefläche erfüllt es mehrere Zwecke: Zum einen schützt es die Matratze vor Schmutz, zum anderen trägt es als Polsterung zu einem angenehmen Liegegefühl bei. Eine Unterbett-Matratzenauflage ist meist 2–3 cm hoch und erstreckt sich über die gesamte Liegefläche der Matratze. Überzogen wird die Konstruktion von einem Spannbettlaken.

Gute Gründe für eine Matratzenauflage

Foto: Ein komplett überzogenes Bett mit sichtbarem Unterbett.

Es gibt viele Gründe, ein Unterbett zu verwenden. Zunächst einmal sorgt die Polsterung für zusätzlichen Liegekomfort, was zu einem angenehmen Schlafgefühl beitragen kann. Dazu sind Unterbetten vor allem für Menschen ratsam, die zu starker nächtlicher Schweißbildung neigen. Hochwertige Produkte sind sehr atmungsaktiv und bieten ein gutes Feuchtigkeitsmanagement. Da Unterbetten zudem meist bei 60 °C waschbar sind, sind sie auch aus hygienischen Aspekten empfehlenswert. Die ergonomischen Eigenschaften einer hochwertigen Matratze werden von Unterbetten in der Regel nicht beeinträchtigt. Vor jeder Anschaffung ist es dennoch ratsam, die Produkte zunächst individuell auf ihre Bequemlichkeit zu testen.

Anpassung an die Matratze

Foto: Die Kante eines Unterbetts, mit Gummizug an einer Matratze befestigt.

Bei der Anschaffung eines Unterbetts sollten Sie sich vergewissern, dass die Matratzenauflage atmungsaktiv ist. Bei Produkten, die dies nicht in ausreichendem Maß gewährleisten, kann es bei der Anwendung zu Problemen mit der Durchlüftung kommen, was Schimmelbildung im Bett begünstigt.

Wichtig für die optimale Anwendung ist, dass die Maße zur Matratzengröße passen. Für eine Matratze 140x200 ist entsprechend ein Unterbett 140x200 geeignet. Wenn Sie die Matratze damit beziehen, sollten Sie darauf achten, dass die Kanten beider Produkte bündig miteinander abschließen. Für festen Halt sorgen entweder Gummizüge, die sich an den Ecken des Unterbetts befinden, oder auch Spannungsumrandungen, mit denen sich die zusätzliche Liegefläche ähnlich wie ein Laken an der Matratze anbringen lässt.

Saisonale und stoffliche Vielfalt

Foto: Ein Unterbett in den Händen eines Mannes.

Unterbetten eignen sich hervorragend dazu, saisonal genutzt zu werden. Im Winter können sie ein zusätzliches Wärmegefühl vermitteln und im Sommer ist es ein Vorteil, dass sie unkomplizierter waschbar sind, als ein Matratzenbezug. So kann das Bett leichter hygienisch gehalten werden. Falls Sie nicht in zwei verschiedene Modelle investieren wollen, stehen auch Matratzenauflagen zur Auswahl, die sich wenden lassen. Diese Produkte haben eine glattere Sommer- und eine kuscheligere Winterseite, die jeweils für ein kühleres oder wärmeres Liegegefühl sorgt.

Insgesamt stehen die Bettauflagen in ähnlich großer Stoffvielfalt zur Verfügung wie Bettdecken. Beispielsweise können Sie auf Baumwoll-Unterbetten zurückgreifen, die durch saugfähige und atmungsaktive Eigenschaften das ganze Jahr über verwendbar sind.

Für Hausstaubmilbenallergiker bieten sich Produkte aus Lyocell oder Microfaser an. Die Struktur dieser Kunstfasern ist so fein und engmaschig, dass sich Milben etwas langsamer darauf ausbreiten. Außerdem ist vor allem die Oberfläche von Microfaser so glatt, dass sich nicht so schnell Staub darauf ansammelt. Sowohl Lyocell als auch Microfaser geben Feuchtigkeit schnell an die Umgebung ab und unterstützen so im Sommer ein kühles Liegegefühl. Hochwertige Produkte sind, ähnlich wie Baumwolle, auch bei 60 °C waschbar.

Pro und Kontra Naturwolle

Foto: Zwei Hände halten ein Büschel Naturwolle.

Für den Winter eignen sich Unterbetten aus Naturwolle. Produkte aus Schafsschurwolle saugen sich nicht mit Flüssigkeit voll, sondern geben die Feuchtigkeit sofort an die Umgebung ab. So entsteht ein trockenes, warmes Liegegefühl. Bettauflagen aus Naturwolle zeichnen sich auch durch selbstreinigende Eigenschaften aus. Beim Kauf von Textilien aus Schafsschurwolle oder Lammfell sollten Sie gut darauf achten, ob das Produkt waschbar ist. Erzeugnisse aus Naturwolle sind hochwertige, aber sehr sensible Waren, die nur mit entsprechender Pflege langlebig sind. Zudem sind tierische Produkte in der Regel immer mit Tierleid verbunden.

Dieser Aspekt betrifft auch Daunenprodukte, die vor allem in der kalten Jahreszeit sehr beliebt sind. Das Material, das meist von Gänsen oder Enten gewonnen wird, hat einen wärmeisolierenden Effekt und fühlt sich geschmeidig auf der Haut an. Zur Verwendung in einem Unterbett eignen sich die Naturfedern gut, weil mit ihnen der Härtegrad der Liegefläche optimal ausbalanciert werden kann. Bevor Sie Daunenprodukte kaufen, sollten Sie sich über die Produktionsbedingungen informieren, die aus Tierschutzgründen äußerst bedenklich sind.

Als zusätzliche Option für den Winter stehen beheizbare Unterbetten zur Verfügung. Dabei handelt es sich um Textilien, die oft aus Baumwolle hergestellt werden und mit einem eingenähten Heizkabel ausgestattet sind. Mit diesem lässt sich die Liegefläche künstlich erwärmen und kann so einen Erholungs- und Wärmeeffekt bieten. Beim Kauf ist jedoch unbedingt darauf zu achten, dass es sich um ein hochwertiges Produkt handelt. Minderwertige Ware ist gelegentlich nicht ausreichend vor Überhitzung geschützt. Damit steigt die Brandgefahr.

Auch für den Nachwuchs ein Gewinn

Foto: Ein Kind schläft in einem Bett.

Eine gute Option können Unterbetten im Kinderbett sein. Da sie leicht zu waschen und portabel sind, lässt sich schnell auf Bedürfnisse und Malheure reagieren. Mit einer flauschigen Matratzenauflage kann das Kinderbett zudem unkompliziert für den Winter aufgerüstet werden.

Unterschiede zu einem Topper

Unterbetten und Topper können leicht verwechselt werden, da beide Produkte als Matratzenauflagen Verwendung finden. Dennoch gibt es entscheidende Unterschiede.

Im Gegensatz zu klassischen Unterbetten verfügen Topper über ergonomische Eigenschaften. Deshalb werden sie meist aus Viscoschaum, Kaltschaum oder Gelschaum geformt. Mit bis zu 12 cm Höhe sind sie wesentlich höher als ihre Pendants aus Stoff oder Wolle.

Gute Topper-Modelle sind ab einer Höhe von ca. 4 cm zu finden. In diesem Format, das auch der BODYGUARD® Topper bietet, wird eine Druckentlastung spürbar und die Matratze behält ihre eigene ergonomische Funktion bei. Dieser Effekt wird auch auf vielen Boxspringbetten genutzt. Dort werden Topper häufig als oberste Auflage verwendet, um zusätzliche Bequemlichkeit zu erzeugen. Falls Sie überlegen, sich ein Boxspringbett anzuschaffen, ist es ratsam, sich nach einem Modell umzusehen, das mit passendem Topper angeboten wird. So können Sie sichergehen, dass Matratze und Matratzenauflage miteinander kompatibel sind.

Generell ist jede Matratzenauflage eine Anschaffung, die gut überlegt werden sollten, die aber auch einige Vorteile bringt, wenn alle nötigen Bestandteile gut aufeinander abgestimmt sind.

Was ist ein Unterbett?

Als Unterbett wird eine Matratzenauflage bezeichnet, die als ergänzende Liegefläche genutzt wird. Meist ist die Auflage 2–3 cm hoch und sorgt für ein weiches Liegegefühl. Dabei ist sie gleichzeitig eine zusätzliche Schutzschicht der Matratze.

Was ist besser: Topper oder Unterbett?

Beide Produkte sind sich sehr ähnlich, unterscheiden sich aber in ihren Liegeeigenschaften und im Material. Unterbetten weisen keine ergonomischen Effekte auf und bestehen aus Stoff oder Wolle. Topper verfügen über eine eigene Ergonomie und sind mit Viscoschaum, Kaltschaum oder Gelschaum gefüllt. Topper sind mit einer Höhe von 4–12 cm außerdem deutlich höher als Unterbetten.

Was kosten Topper?

Hochwertige Produkte wie der BODYGUARD® Topper sind ab 99 Euro zu haben. Bei der Auswahl ist es wichtig, auf Qualität zu achten. Hochwertige Matratzenauflagen zeichnen sich dadurch aus, dass sie atmungsaktiv sind und die Ergonomie der Matratze unterstützen.

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