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Müde Augen: häufig und meist harmlos

Foto: Eine Person sitzt vor einem Bildschirm und hält die Hände an die Augen

Müde Augen sind ein körperliches Signal, das viele Menschen kennen. In den meisten Fällen handelt es sich dabei um eine vorübergehende Reaktion, die harmlos ist. Es kann allerdings auch eine ernstzunehmende Erkrankung dahinterstecken, wenn Sie ständig müde und brennende Augen haben. Dazu können chronisch trockene Augen selbst auf Dauer Infektionen begünstigen, denn wenn der Tränenfilm nicht ausreichend ist, fehlt eine wichtige Schutzfunktion, die dabei hilft, Schmutz aus dem Auge zu befördern.

Müde Augen: schnell zu erkennen

Foto: Nahansicht von zwei geröteten Augen.

Wenn es einen Körperteil gibt, an dem sich flüchtig ablesen lässt, wie wach jemand gerade ist, sind es wohl die Augen. Es werden dann schnell Floskeln bemüht, wie: „Du siehst müde aus“ oder es ist andererseits die Rede von einem „wachen Blick“. Wie müde Augen wirklich sind, lässt sich jedoch oft erst bei genauerem Hinsehen erkennen.

Müdigkeit kann in den Augen, wie im Rest des Körpers, aus Erschöpfung entstehen. Das heißt: Müde Augen entwickeln sich umso schneller, je mehr Sie Ihren Sehapparat beanspruchen. Dies kann sich sehr unterschiedlich äußern: Die Augen können tränen, sich brennend oder trocken anfühlen. Manchmal wird zudem ein erhöhter Druck in den Augäpfeln empfunden oder die Augenlider fühlen sich schwer an. Begleitet werden diese Symptome manchmal von Verspannungsschmerzen im Nacken- und Schulterbereich.

Selbst wenn sich die Phänomene nur gelegentlich äußern sollten: Die Müde-Augen-Ursache zu finden und zu vermeiden sollten Sie ernst nehmen, denn unsere Augen sind äußerst sensible Sinnesorgane, die schnell irreparabel geschädigt werden können, wenn gewisse Symptome nicht beachtet werden. Augenärztliche Checks sollten Sie deshalb regelmäßig wahrnehmen.

Müde Augen: Was noch dahinterstecken kann

Foto: Seitenansicht einer Person, die in einem Bett schläft.

Obwohl müde Augen meist durch äußere Faktoren hervorgerufen werden, die Sie mit ein bisschen Wachsamkeit und kleinen Übungen in den Griff bekommen können, kann manchmal etwas weniger greifbares hinter dem Phänomen stecken. Ein wichtiger Faktor für die Entwicklung müder Augen können beispielsweise allgemeine Müdigkeit oder Stress sein.

Ein oft hilfreiches Mittel, um Tagesmüdigkeit und Stressentwicklung vorzubeugen, ist eine gute Regeneration nachts. Deshalb sollten Sie darauf achten, zuhause ein Wohlfühlklima zu schaffen, das Sie dabei unterstützt, Kräfte sammeln zu können. Das muss sich nicht auf die Nachtruhe beschränken: Wenn Sie die Gelegenheit haben, im Home-Office zu arbeiten, kann die Option Powernapping ebenfalls möglicherweise für Erleichterung sorgen. Diese kurze Regenerationsphase zeigt bereits ab einer etwa zehnminütigen Pause erstaunliche Effekte.

Eine wichtige Rolle für die Regeneration – egal ob nachts oder tagsüber – spielt die Matratze. Gute Matratzen wie die BODYGUARD® Matratze sind ergonomisch angepasst für Kopf, Nacken, Schulter, Lordose und Becken. Durch eine hochwertige Verarbeitung können sie somit langanhaltenden Liegekomfort bieten, der sich optimal an den Körper anpasst. Eine gute Nachtruhe sollte ein wesentlicher Bestandteil Ihres Alltags werden, wenn Sie müden Augen effektiv vorbeugen wollen. Durch eine erholsame Regeneration schützen Sie Ihren Körper vor schneller Ermüdung – und damit auch die Augen als wichtiges Sinnesorgan.

Risikofaktor Bildschirmarbeit

Foto: Eine Person sitzt am Steuer und reibt sich ein Auge.

Auch wenn Sie erholt in den Tag starten, lauern tagsüber oft mehrere Gefahren, die Augen überzustrapazieren. Wenn Sie an Bildschirmen arbeiten, sind müde Augen womöglich ein bekanntes Phänomen, mit dem Sie immer mal wieder konfrontiert sind. Eine permanente Fokussierung auf einen Bildschirm ist auf Dauer anstrengend. Auf Geräten mit kleinen Bildschirmen, wie Smartphones oder Tablets, ist dieses Risiko noch höher.

Diese Überlastung entsteht vor allem, weil der Blick bei der Arbeit am Bildschirm, aber auch beim Fernsehen oder bei längeren Autofahrten, über einen langen Zeitraum starr in derselben Entfernung verharrt. Dabei wird die Augenlinse stark gekrümmt. Um die Ermüdung zu mindern, kann es als Sofortmaßnahme hilfreich sein, wenn Sie müde Augen für einige Sekunden auf ein Ziel in anderer Entfernung richten. Damit wirken Sie der Überlastung entgegen und Ihre Augenlinse kann sich entkrümmen. Dem Auge geht es im Grunde ähnlich wie dem restlichen Körper: Verharren wir weitgehend unbewegt in einer Position, spüren wir das in Schultern oder Rücken und es kann zu Verspannungen kommen.

Einfache Tipps gegen immer müde Augen

Ein Faktor, warum müde Augen am Bildschirmarbeitsplatz häufig vorkommen, ist mangelnde Beleuchtung. In Büros gibt es eine vorgeschriebene minimale Leuchtstärke von 500 Lux. Personen, die im Home-Office arbeiten, müssen die Beleuchtung ihres Arbeitsplatzes meist selbst organisieren. Das kann dazu führen, dass zuhause möglicherweise in unzureichend beleuchteten Zimmern gearbeitet wird. Nicht nur, um Ihre Augen zu schonen, sollten Sie für ausreichend Licht an Ihrem Arbeitsplatz sorgen, denn eine gute Beleuchtung beugt nicht nur müden Augen vor, sie kann sich auch förderlich auf Ihre Leistungsfähigkeit und Konzentration auswirken.

Die richtige Beleuchtung zu finden ist allerdings nicht leicht. Denn nicht nur zu wenig Licht kann sich negativ auf die Augen auswirken – auch wenn Augen geblendet werden, bedeutet dies eine Anstrengung. Eine Option kann beispielsweise eine Tageslichtlampe für den Schreibtisch sein. Alternativ dazu kann indirektes Licht, das auf den natürlichen Lichteinfall im Raum und auf die Zimmergröße abgestimmt ist, eine gute Lösung sein. Bei chronisch müden und generell sehr empfindlichen Augen könnten Sie mit einer augenärztlichen Untersuchung herausfinden, welches Licht in welcher Stärke optimal für Sie ist.

Foto: Ein von oben beleuchteter Schreibtisch, in dessen Mitte ein Bildschirm platziert ist. Daneben sind Ordner und eine Schreibtischlampe.

Äußerst wichtig: die Pausen

Falls Sie an einem Bildschirm arbeiten, sollten Sie zusätzlich zur guten Beleuchtung auf regelmäßige Bildschirmpausen achten – idealerweise etwa 5 Minuten verteilt pro Stunde. Darüberhinaus können Sie der Müdigkeit mit einigen Minuten Stoßlüften oder einer längeren Pause an der frischen Luft entgegenwirken. Da müde Augen meist trocken sind, kann es kurzfristig helfen, häufig zu blinzeln. Damit geben Sie Ihren Augen etwas Feuchtigkeit zurück. Das Blinzeln wird bei starrem Blick oft vernachlässigt, was schnell zur Trockenheit der Augen führen kann.

Indikator Sehstärke und Kontaktlinsen

Falls Sie eine Brille tragen und bemerken, dass Ihre Augen schneller als gewöhnlich müde werden, kann es daran liegen, dass Ihre Sehstärke sich geändert hat und das Modell, an das Sie gewöhnt sind, nicht mehr ausreichend ist. In diesem Fall kann es helfen, die Müde-Augen-Ursache augenärztlich abzuklären und mit einer angepassten Brille der Neigung, müde Augen zu entwickeln, besser vorzubeugen.

Das Tragen von Kontaktlinsen kann ebenfalls gereizte Augen begünstigen. Wenn sie nicht ordnungsgemäß verwendet werden, nicht gut angepasst oder schlecht verarbeitet sind, können sie den Feuchtigkeitsausgleich im Auge stören. Dies führt dazu, dass gereizte Augen, die zur Trockenheit neigen, noch weniger des wichtigen Tränenfilms zur Regeneration nutzen können

Müde und brennende Augen: Liegt es an einer Allergie?

Eine beginnende Bindehautentzündung kann ähnliche Symptome zeigen wie immer müde Augen. In der Folge kann sie jedoch weitere Komplikationen hervorrufen, weshalb Sie einen Verdacht sofort ärztlich abklären lassen sollten. Spätestens wenn die Symptome nicht innerhalb kurzer Zeit besser werden, sollten Sie Fachleute um Rat fragen, auch um feststellen zu können, ob es sich um eine durch Viren oder Bakterien verursachte Infektion handelt und welche Behandlung angebracht ist.

Ein weiterer Grund für müde und rote Augen kann eine Allergie sein. Diese geht oft mit trockenen, schmerzenden Augen einher und führt nicht selten dazu, dass das Phänomen durch Reiben der Augen noch weiter verstärkt wird. In diesem Fall ist es wichtig, herauszufinden, worauf Sie allergisch reagieren. Beispielsweise könnte ein Kosmetikprodukt, eine räumliche Besonderheit oder eine Pollenallergie ausschlaggebend sein. Dann können Sie mit gezielter Prophylaxe und gegebenenfalls einer Desensibilisierung der Entwicklung von müden Augen entgegenwirken. Bei einer Allergie ist auch eine medikamentöse Behandlung mit Antihistaminika eine Option. Diese können als Nebenwirkung jedoch selbst starke Müdigkeit hervorrufen.

Foto: Eine Brotzeitbox mit verschiedenem Gemüse und Vollkornbrot.

Haben Sie wirklich ständig müde und brennende Augen? Dann könnte möglicherweise ein Nährstoffmangel dahinterstecken. Da dieser jedoch nicht immer leicht zu analysieren ist und nicht nur rote Augen bewirken kann, sondern sich auf den gesamten Körper auswirkt, kann Ihnen möglicherweise ein Blutbild aus einer Fachpraxis einen präzisen Überblick verschaffen.

Müde Augen: Hausmittel der Wahl?

Müde Augen hausmittelbasiert zu behandeln ist zunächst eine naheliegende Idee. Die meisten Mittel zielen darauf ab, brennende Augen mit Flüssigkeit zu versorgen, um ihren Feuchtigkeitshaushalt auszugleichen. Wirksam sind hier beispielsweise Augentropfen. Manchmal kann es bereits reichen, wenn Sie einen leicht feuchten Waschlappen auf die geschlossenen Augen legen. Offene, gereizte Augen sollten nicht mehr als nötig mit Wasser in Berührung kommen, denn dabei erhöht sich das Risiko einer Infektion. Oft reicht als Hausmittel eine ausreichende Regeneration der Augen. Falls dies jedoch nicht wirksam ist, ist es empfehlenswert, eher eine Facharztpraxis aufzusuchen, als weiter auf Hausmittel gegen rote Augen zu setzen.