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Welche Vorteile hat ein orthopädisches Kissen?

Foto: Zwei Hände halten ein gewölbtes orthopädisches Kissen

Neben einer guten Matratze und einem dazu passenden Lattenrost ist auch das Kissen essenziell für guten Schlaf. Im Handel findest du viele verschiedene, darunter auch das orthopädische Kissen – jedenfalls wird häufig mit dem Begriff „orthopädisch“ geworben. Klingt verlockend, doch spätestens hier solltest du skeptisch werden: Ein orthopädisches Kissen bekommst du in der Regel nämlich nicht im regulären Handel.

Was ist ein orthopädisches Kissen?

Viele Kissen dienen vorrangig der Gemütlichkeit. Sie sind mitunter fluffig, groß und versprechen kaum besondere Vorteile beim Schlafen. Ein orthopädisches Kissen soll im Gegensatz dazu einen definierten, medizinischen Zweck erfüllen. Daher wirst du so eine Art Kissen im Regelfall nicht im herkömmlichen Handel, sondern eher im Sanitätshaus finden.

Achtung Verwechslungsgefahr: orthopädisch vs. ergonomisch

Ergonomische Produkte passen sich möglichst gut an den Körper und seine natürlichen Bewegungsabläufe an. Orthopädische Produkte haben dagegen einen medizinischen Bezug: Sie sollen Beschwerden vorbeugen oder den bereits eingeschränkten Stütz- und Bewegungsapparat gezielt unterstützen. Bei der Bewerbung von Schlafprodukten wie Matratzen oder Kissen werden beide Begriffe jedoch häufig vermischt. Mehrere Gerichte haben die Werbung mit dem Begriff „orthopädisch“ bereits untersagt, wenn für die beworbene medizinische Wirkung kein Nachweis vorlag.

Für wen ist ein orthopädisches Kissen geeignet?

Um zu verstehen, was ein orthopädisches Kissen ist, hilft dir vielleicht ein Vergleich: Orthopädische Schuhe kennen wir alle. Sie kommen bei der medizinischen Behandlung von Fuß-, Bein- und Haltungsschäden zum Einsatz. Ähnlich wie die Schuhe soll auch ein orthopädisches Kissen bereits bestehende Beschwerden lindern, wie zum Beispiel nach einem Bandscheibenvorfall oder chronischen Schmerzen durch eine Fehlstellung der Halswirbelsäule.

Foto: Eine Person legt die Hände auf den Nacken und die Schultern einer zweiten Person.

Wie finde ich das richtige orthopädische Kissen?

Wer über die Anschaffung eines orthopädischen Kissens nachdenkt, sollte sich zunächst ein Bild der aktuellen Gesundheits- und Beschwerdelage verschaffen. Liegt bereits eine Diagnose vor, sollte diese bei der Auswahl unbedingt berücksichtigt werden. Im Zweifel ist es sinnvoll, ärztlichen oder fachlichen Rat einzuholen.

Orthopädisches Kissen: Garant für guten Schlaf?

Das Kissen allein macht keinen guten Schlaf. Was zählt, ist das Gesamtkonzept. Dazu gehört eine gute Matratze, die deinen Schlafbedürfnissen gerecht wird und deinem Körper die nötige Unterstützung oder Entlastung bietet. Zusätzlich solltest du bedenken, dass wir nachts ständig die Schlafposition wechseln. Selbst wenn du am liebsten auf dem Rücken liegend einschläfst, wirst du höchstwahrscheinlich nicht die ganze Nacht in dieser Lage verbleiben.

Bitte beachte! Wir alle verlegen uns über Nacht mal und haben infolgedessen vorübergehend einen steifen Nacken. In der Regel bedarf eine leichte Verspannung keiner speziellen Behandlung. Halten die Schmerzen jedoch an, hole dir zunächst ärztlichen oder physiotherapeutischen Rat ein, ehe du dir ein orthopädisches Kissen zulegst. Möglicherweise haben die Beschwerden eine ernste Ursache und müssen behandelt werden.

Das ergonomische Kissen: universelle Alternative

Foto: Eine Person liegt mit geschlossenen Augen auf dem Rücken im Bett, ihr Kopf ist auf dem BODYGUARD® Nackenstützkissen abgelegt

Suchst du nach einem passenden Kissen, stolperst du möglicherweise auch über den Begriff „ergonomisch“. Hierbei handelt es sich um ein Kissen, das deinen Schlafkomfort erhöhen soll, indem es deiner Halswirbelsäule Halt gibt und eine vorteilhafte Liegeposition fördert – was grundsätzlich empfehlenswert ist.

Ergonomische Kopfkissen bestehen zum Beispiel aus Latex oder einem viscoelastischem Schaumstoff mit Memory-Effekt. Materialien wie diese schmiegen sich der Körperkontur an, sodass Kopf, Nacken und Schultern gleichmäßig entlastet und druckstellenfrei gestützt werden. Etwas spezieller ist das ergonomische Nackenkissen. Es bietet effektive Entlastung für deine Schulter- und Nackenpartie. Die meisten Modelle haben zwei Seiten in verschiedenen Höhen: eine für schmale und eine für breitere Schultern. Eine mittige Wölbung, in die du deinen Kopf legst, unterstützt den natürlichen Verlauf der Halswirbelsäule.

Generell solltest du im Hinterkopf behalten, dass beide Begriffe häufig für Marketingzwecke genutzt werden. Prüfe daher vor dem Kauf genau, ob das Kissen deiner Wahl tatsächlich den ergonomischen oder orthopädischen Ansprüchen entspricht. Lasse dich gegebenenfalls von einer medizinischen Fachkraft beraten.

Welches Kissen wird von Orthopäden empfohlen?

Grundsätzlich ist abzuklären, ob und wenn ja, welcher medizinische Bedarf besteht. Empfehlenswert sind generell Kissen, die sich an deine Körperkontur anpassen und deine Halswirbel stützen. Sollen Beschwerden vorgebeugt oder der bereits eingeschränkten Stütz- und Bewegungsapparat gezielt unterstützt werden, kann ein spezielles orthopädisches Kissen sinnvoll sein.

Welches Kissen ist für den Nacken am besten?

Ein Nacken- oder auch Nackenstützkissen soll den natürlichen Verlauf der Halswirbelsäule unterstützen. Viele Modelle haben zwei Seiten: eine niedrige für schmale Schultern und eine höhere für breitere Schultern. In der sanften Wölbung lässt sich der Kopf entspannt ablegen und bleibt auch bei nächtlichen Drehungen gestützt. Das Material sollte sich der Kontur des Körpers anpassen. Hochwertiger Kissenschaum, Latex und viscoelastischer Schaum mit Memory-Effekt bieten sich dafür an.

Werden orthopädische Kissen von der Krankenkasse bezahlt?

Orthopädische Kissen fallen in der Regel unter die Kategorie Hilfsmittel und werden unter Umständen von der Krankenkasse übernommen. Jedoch nur, wenn die Verwendung medizinisch notwendig ist. Die medizinische Notwendigkeit ist gegeben, wenn mit Hilfe des Kissens die Behandlung oder Linderung orthopädischer Beschwerden möglich ist.

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