Glossar

Babymatratze 60x120 cm: kleine Matratze fürs Babybett

Illustration: Ein nach vorne offenes Gitterbett steht in einem Kinderzimmer mit Schaukelpferd und Teddybild. Darin liegt eine Babymatratze 60x120 cm, die auf der rechten Seite den Blick auf den Matratzenkern mit verstärkter Trittkante freigibt.

Die Babymatratze 60x120 cm ist unter den Matratzen für das Baby- und Kinderbett die kleinste Variante. Einzig Matratzen für Stubenwagen, Moseskorb und Beistellbett können noch kleiner ausfallen und damit eine kürzere Nutzungsdauer ausgelegt. Bei der Babymatratze 60x120 cm stehen vor allem Sicherheit und Hygiene im Vordergrund.

Sicherer Kinderschlaf auf der Babymatratze 60x120 cm

Eine Babymatratze 60x120 cm muss einige Kriterien erfüllen, damit Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder sicher darauf schlafen. Die sich stetig verändernden körperlichen und geistigen Fähigkeiten und Gegebenheiten stellen rasant wechselnde Ansprüche an eine gute Babymatratze 60x120 cm:

  1. Sicher und ergonomisch liegen

Foto: Ein Baby in gelbem Strampler liegt, den Rücken zum Betrachtenden gewandt, in Seitenlage auf einer Babymatratze 60x120 cm.

Gerade in den ersten Lebensmonaten ist es wichtig, dass der Kopf des Kindes nicht zu tief einsinkt, um Atemrückstau und die daraus resultierende Gefahr des plötzlichen Kindstods zu minimieren. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) hat für Kinder und Babymatratzen den sogenannten Kugeltest entwickelt, der eine gefahrlose Lage des Köpfchens sicherstellen soll, auch wenn sich das Kind nachts in die Bauchlage dreht. Eine Babymatratze 60x120 cm, die dieser Norm entspricht, ist nach DIN EN 16890 zertifiziert.

WICHTIG: Zur Risikoreduzierung von Atemstillstand und Überhitzung ist es ratsam, keine Kinderbettwäsche zu verwenden. Mit Kissen und Kinderdecke können die Atemwege überdeckt werden, wovon sich Kinder mit noch nicht ausgeprägter Mobilität nicht eigenständig befreien können. Lassen Sie Säuglinge in den ersten zwei Lebensjahren besser ausschließlich im Kinderschlafsack schlafen.

Die Körperschwerpunkte von Kindern ändern sich unter Ausbildung der Doppel-S-Krümmung der Wirbelsäule im ersten Lebensjahr stetig. Eine gute Kindermatratze muss während aller Entwicklungsschritte durchgehend gut abstützen.

  1. Trittsichere Kanten

Foto: Blick durch die Stäbe eines Gitterbettes. Dahinter steht ein Baby am Gitter auf einem Bein.

Vorteilhaft bei einer Babymatratze 60x120 cm ist zudem eine Trittkante. Dabei handelt es sich um einen festeren Schaum an den Seiten der Kindermatratze, der dafür sorgt, dass Kinder beim Stehen am Matratzenrand weniger einsinken. So sind die Gliedmaßen vor Quetschungen im Bettrand oder Bettgitter geschützt und die ersten Steh- und Gehversuche der Kleinen werden unterstützt. Kinder sind unberechenbar und halten sich nicht an Konventionen, in welcher Richtung sie nun aus dem Bett krabbeln. Besonders günstig ist es daher, wenn die Trittkante nicht nur an den Matratzenseiten zum Ein- und Ausstieg verläuft, sondern rundum ein verstärkter Rahmen die Liegefläche umgibt.

  1. Verschluckbare Kleinteile

Illustration: links ein kindersicherer Reißverschluss ohne Griffplatte, rechts ein herkömmlicher Reißverschluss mit Griffplatte

Verschluckbare Kleinteile stellen für Babys und Kleinkinder, die noch mit allen Sinnen auf Entdeckungstour gehen und den Mund zur Erkundung ihrer Umwelt eifrig einsetzen, ein großes Risiko dar. Ein waschbarer Matratzenbezug ist insbesondere vor dem Trockenwerden eine großartige Sache – der dazugehörige Reißverschluss zum Abnehmen des Bezugs eine potenzielle Sicherheitslücke. An dieser neuralgischen Stelle sollte selbst unter den unermüdlichsten Forschungsfingern (und Mündern) nichts abbrechen. Vorteilhaft sind Reißverschlüsse, die sich komplett im Bezug versenken lassen und die möglichst ohne Griffplatte auskommen. Zudem sollten Etiketten oder Waschzettel im Inneren des Matratzenbezugs angebracht oder rundum fest vernäht sein.

Für welches Alter ist die Babymatratze 60x120 cm?

Foto in Vogelperspektive: Ein Baby schläft in Rückenlage auf einer Babymatratze 60x120 in einem Gitterbett.

Eine geeignete Babymatratze 60x120 cm kann von Geburt an genutzt werden. Die Nutzungsdauer hängt vom Wachstum des Kindes ab. Etwa zwischen 2,5 und 4,5 Jahren entwächst der Nachwuchs der Babymatratze 60x120 cm. Ab etwa 100 cm Körpergröße des Kindes steht die Anschaffung einer größeren Kindermatratze als der Babymatratze 60x120 cm ins Haus, da bei Matratzen in Fuß- und Kopfbereich zehn Zentimeter Raum für ausreichend Bewegungsmöglichkeit einberechnet werden sollten.  Ein weiterer Aspekt bei der Alterstauglichkeit ist die Art des Babybettes. Während ein Gitterbett Säuglinge und Babys vor dem Herausfallen bewahren kann, stören sich mobile Kleinkinder bei nicht herausnehmbaren Gittersprossen an der eingeschränkten Bewegungsfreiheit.

Welches Material für die Kindermatratze 60x120 cm?

Foto: verschiedene Materialien für Babymatratzen, unter anderem: Kokos und Schaumstoff.

Kindermatratzen 60x120 cm gibt es in unterschiedlichen Materialien. Einige Eltern setzen auf Naturmaterialien wie Kokos, da sie davon ausgehen, natürliche Stoffe seien weniger schadstoffbelastet. Doch Naturmaterialien können je nach Anbau und Weiterverarbeitung ebenso belastet sein wie schlecht produzierte synthetische Stoffe. Zertifikate wie das Standard 100 by Oeko-Tex ® zeigen an, dass eine unabhängige Prüfinstanz Materialien auf Schadstoffe kontrolliert hat. Synthetische Materialien haben gegenüber Naturmaterialien den Vorteil, dass sie gezielt auf Bedürfnisse hin konstruiert werden können, während natürliche Matratzenwerkstoffe anhand ihrer gegebenen Eigenschaften ausgewählt werden. So sind bestimmte Kaltschäume derart zusammengesetzt, dass sie Eigenschaften hinsichtlich Ergonomie, Haltbarkeit und Schlafklima bei einer Kindermatratze 60x120 cm bestmöglich kombinieren.

Daheim und unterwegs: Reisebett-Matratze 60x120 cm

Foto: Blick in ein Reisebett mit Babymatratze 60x120 cm in dem ein Baby auf seinem Rücken schläft.

Die Matratze 60x120 cm kommt nicht nur in Gitterbetten und Kinderbetten zuhause vor. Das handliche Maß ist beliebt für klappbare Kinderbetten, die kurzerhand abgebaut und mitgenommen werden können. Die Reisebett-Matratze 60x120 cm passt mit ihrer übersichtlichen Größe auch flach auf das Gepäck im Kofferraum oder kann, je nach Dicke, gerollt an den Reiserucksack gehängt werden. Die kleinere Größe der Kindermatratze deckt in jedem Fall gut den Zeitraum ab, in dem Babys und Kleinkinder auf einen zusätzlichen Rausfallschutz an Betten mit zu hoher Fallhöhe angewiesen sind. Das Baby-Reisebett mit der Reisebett-Matratze 60x120 cm verfügt in der Regel über ein Netzgitter. So müssen Sie sich bei Reisen mit kleinen Kindern nicht auch noch über die Bettsituation Gedanken machen.

Babymatratze: bis wann nutzen?

Als Faustregel – auch bei Matratzen für Erwachsene – gilt: In Kopf- und Fußraum sollten jeweils 10 cm Platz zum Recken, Strecken, Drehen und Wenden verbleiben. Eine Babymatratze 60x120 cm ist daher bis zu einer Körpergröße des Kindes von ca. 100 cm problemlos nutzbar. Statistisch wird diese Körpergröße zwischen 2,5 und 4,5 Jahren erreicht.

Auf was muss man bei Babymatratzen achten?

Die Sicherheit sollte bei einer Babymatratze an erster Stelle stehen. Der Kopf des Kindes darf nicht zu tief einsinken, um gefährlichen Atemrückstau zu vermeiden. Vorteilhaft ist auch eine trittsichere Kante, die erste Geh- und Stehversuche stabilisierend begleitet.

Woran erkennt man eine gute Babymatratze 60x120 cm?

Eine gute Babymatratze 60x120 cm zeichnet sich durch besondere Produktsicherheit aus. Sie ist eher hart, was eine ergonomisch günstige Lage sichert und den schweren Kinderkopf vor zu tiefem Einsinken in die Matratze bewahrt. Sie sollte die Prüfnorm DIN 16890 erfüllen. Zusätzlich kann eine trittfeste Kante vor Unfällen bei zunehmender Mobilität schützen. Kindermatratzen mit bei 60 °C waschbarem Matratzenbezug gelten als besonders hygienisch.

 

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