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Das Boxspringbett – dein gefedertes Schlafsystem

Illustration: Ein Boxspringdoppelbett steht in einem Schlafzimmer.

Der Name Boxspringbett beschreibt bereits grob, worum es konkret geht: „Boxspring“ kommt aus dem Englischen und ist dort bereits als „Matratzenfeder“ in den Sprachschatz eingegangen. Ursprünglich setzt sich das Wort aus „box“ – „Kiste“ und „spring“ – „Sprungfeder“ zusammen. Boxspringbetten sind also große Kisten, in denen Federn verbaut sind und die oben mit einer Matratze abschließen.

Mittlerweile steht Boxspring-Bett synonym für ein hohes Bett, das besonders für Menschen im hohen Alter oder mit gesundheitlichen Beschwerden den Einstieg und Ausstieg erleichtert. Mit einer hohen Matratze kannst du diesen Effekt auch auf normalen Bettgestellen bekommen.

Im deutschen Sprachraum begegnen dir Boxspringbetten auch unter dem Begriff Federkernbox, Federrahmen oder Untermatratze. Der gravierende Unterschied zu den in Deutschland üblichen Betten ist, dass die Matratze nicht auf einem Lattenrost liegt, sondern auf der Federkiste, dem Boxspringgestell.

Geschichte der Boxspringbetten

Illustration: Weltkarte mit eingezeichneter Strecke zur Verbreitung von Boxspringbetten

Der Trend zum Boxspringbett ist aus zwei unterschiedlichen Ecken der Welt zu uns in den deutschsprachigen Raum gekommen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurde das kompakte Schlafsystem erfunden und hat sich seither vor allem in Nordamerika und Skandinavien etabliert.

Der etwas altertümliche Begriff „Continentalbett“ für das Boxspringbett ist wohl der Verbreitung des Bettes über die Hotel- und Gastronomie-Branche und auf Kreuzfahrtschiffen geschuldet. Dieser Hauch von Internationalität verleiht Boxspringbetten seit jeher den Charme der großen weiten Welt.

Fun-Fact: Das erste mit Boxspringbetten ausgestattete Reiseschiff war die Titanic.

Illustration: Weltkarte mit eingezeichneter Strecke zur Verbreitung von Boxspringbetten

Das Boxspringbett ist zum Synonym für einen bestimmten Bettenlook geworden. Mittlerweile findest du überall Nachahmungen, die komplett auf die namensgebende Federbox unter der Matratze verzichten und stattdessen auf Stauraum setzen. Hier bekommst du ein Bett im Boxspring-Design, dass statt der Federschichten einen Bettkasten integriert hat. Neben dem Aussehen ist auch der hohe Aufbau ein Feature, das sich abseits der Federbox durchgesetzt hat. So findest du Boxspringmatratzen ganz ohne Metallfedern, die dir dank ihrer extra Höhe das Ein- und Aussteigen aus deinem Bett erleichtern.

So ist ein Boxspringbett aufgebaut

Der Aufbau „echter“ Boxspringbetten ähnelt sich: Jedes Boxspringbett ist ein geschlossenes Schlafsystem. Das heißt du bekommst Bettgestell, Unterfederung, Matratze und je nach Modell auch Topper in einem.

Fotoreihe: Drei Arten von Boxspringbettrahmen. Mit hohen und niedrigen Bettfüßen und mit Bettgestell bis zum Boden

Boxspringbett-Aufbau: außen

Der Rahmen besteht meistens aus massivem Holz. Zusätzlich ist der robuste Holzrahmen oft mit Stoff bespannt, gepolstert oder umwickelt. Die Federkernbox steht meist auf kurzen Füßen, die maximal eine Länge von 20 cm haben. Ein Stauraumwunder ist das Boxspringbett also nicht – hier passt kaum bis gar nichts drunter. Ein großer Nachteil. Der Grund dafür liegt sicher in der ursprünglichen Verwendung: In Hotels und auf Kreuzfahrten ist die Notwendigkeit im Bett selbst Bettwäsche oder Bettzeug unterzubringen schlicht nicht gegeben. Zuhause sorgt die geschlossene Federbox in dieser Hinsicht für Platzmangel.

Boxspringbett-Aufbau: innen

In der Federbox befinden sich je nach Herstellungsart eine bis mehrere Schichten Metallfedern. Grundsätzlich sind zwei Arten von Federkernsen in Boxspringbetten: Bonellfederkerne und Taschenfederkerne. Beide Federkerne können auch gemeinsam beziehungsweise abwechselnd in unterschiedlichen Schichten verbaut sein. Obenauf liegt eine Matratze, die je nach Variante – amerikanisch oder skandinavisch – durch einen zusätzlichen Topper ergänzt ist. Wie sinnvoll die zahlreichen Federschichten physikalisch sind, ist fraglich. Den meisten Druck durch die schlafende Person und beim Drehen im Bett federt bereits die Matratze ab. Die untersten Federschichten bewegen sich bei normaler Nutzung quasi nie. Ob das nun Luxus oder Augenwischerei ist, musst du für dich und deinen Geldbeutel selbst entscheiden.

Illustration: Querschnitt eines Boxspringbettes, oben Taschenfedern, unten Bonellfedern.

Welche Matratze passt ins Boxspringbett?

Ob Federkernmatratze, Kaltschaummatratze oder Latexmatratze – Grundsätzlich kannst du jede Matratze auf ein Boxspringuntergestell legen und zur Boxspringmatratze machen. Mit einem Matratzenwechsel kannst du kaum etwas falsch machen. Im Gegenteil: Häufig wird an einer guten Matratze im Boxspringbett gespart und der Fokus auf die Unterfederung gelegt.

Skandinavisches oder Amerikanisches Boxspringbett?

Besondere Popularität genießen Boxspringbetten in den USA und Kanada, sowie in skandinavischen Ländern. Das Boxspringbett hat sich in diesen zwei Winkeln der Welt, an denen es zu Hause ist, unterschiedlich entwickelt.

Foto: Ein in hellen Tönen gehaltener Schlafraum. Ein Boxspringbett mit Tagesdecke und zahlreichen Kissen dominiert den Raum.

Amerikanisches Boxspringbett

Das amerikanische Boxspringbett ist weitaus höher als die nordeuropäische Variante. Das liegt hauptsächlich an der Verwendung einer zumeist sehr dicken Matratze. Die Matratze im Amerikanischen Boxspringbett ist häufig bis zu 30 cm hoch.

Skandinavisches Boxspringbett

Das skandinavische Boxspringbett findest du in Deutschland auch unter der Bezeichnung Schweden-Bett. Es unterscheidet sich vom Amerikanischen Boxspringbett durch den Topper. Beim schwedischen Boxspringbett kannst du die Auflage, also den Topper, reinigen. Die zusätzliche Reinigungsmöglichkeit kann die Nutzungsdauer der Matratze verlängern und ist bei Menschen mit Hausstaub- oder Milbenallergie beliebt. Der Topper vereint im Doppelbett zudem zwei unterschiedliche Matratzen zu einer durchgehenden Liegefläche.

Foto: Nahaufnahme eines Boxspringbettes samt Topper.

Vor- und Nachteile vom Boxspringbett

Boxspringbetten liegen im Trend. Die kompletten Liegesysteme wirken ausgereift, ergonomisch durchdacht und vor allem stabil. Doch was können die Federkisten tatsächlich und wo liegen ihre Schwächen?

Vorteile vom BoxspringbettNachteile vom Boxspringbett
Komforthöhemangelnder Stauraum
Größe und Gewicht
zweifelhafte Qualität
hoher Preis

Vorteil: Komforthöhe – bequem aus dem Bett kommen

Foto: Zwei ältere Menschen steigen aus einem Boxspringbett

Insbesondere ältere Menschen schätzen die komfortable Höhe, die ein einfaches Ein- und Aussteigen in und aus dem Boxspringbett ermöglicht. Die besondere Komforthöhe kannst du allerdings auch mit preisgünstigeren, hohen Bettgestellen oder einer besonders hohen Boxspringmatratze erreichten.

Nachteil: Mangelnder Stauraum unter dem Boxspringbett

Foto: Ein Boxspringbett dessen Matratze angehoben ist. Der Blick darunter zeigt mangelnden Stauraum.

Durch die Schichtung der verschiedenen Federkerne ist die komplette Betthöhe zugebaut. Durch die meist niedrigen Füße hast du zudem keinen oder nur kaum Platz unter dem Bett.

Nachteil: Immense Ausmaße

Foto: Ein Boxspringbett steht schief in einem zu kleinen Raum und kippt die Nachttische.

Wohnst du im eigenen Haus und hast nicht vor jemals umzuziehen, kannst du dir ohne Bedenken ein ausladendes Boxspringbett ins Schlafzimmer stellen. Für kleinere Wohnungen in mobilen Zeiten sind die schweren Betten jedoch weniger geeignet. Oft lassen sie sich nur schwer bis gar nicht auseinanderbauen, passen weder durch Türrahmen noch Treppenhäuser und erfordern beim Transport zusätzliche Logistikmaßnahmen und Personen.

Sind Boxspringbetten besser als normale Betten?

Nein. Das wichtigste ist eine gute Matratze. Die kannst du auf herkömmlichen Betten und auf dem Boxspringbett nutzen. Der entscheidende Vorteil von Boxspringbetten liegt in ihrer Einstiegshöhe. Die Höhe erleichtert vor allem älteren Menschen den Ein- und Ausstieg. Es finden sich aber auch höhere Bettgestelle ohne Boxspringfederung.

Kann man bei einem Boxspringbett die Matratze wechseln?

Ja, kannst du. Oft wertest du dein Boxspringbett sogar auf, wenn du die Matratze wechselst. Die Qualität der Matratzen auf vielen Boxspringbetten lässt leider zu wünschen übrig. Spätestens nach acht bis zehn Jahren solltest du deine Matratze aber auch aus hygienischen Gründen austauschen. Achte vor dem Kauf deines Boxspringbettes drauf, ob die Matratze nicht fest vernäht ist, damit du auch die Möglichkeit hast, sie zu wechseln.

Was ist der Vorteil von einem Boxspringbett?

Boxspringbetten haben keine Vorteile, die du nicht auch in einem normalen Bett mit geeigneter Matratze finden kannst. Die komfortable Höhe von einem Boxspringbett kannst du mit einer besonders hohen Boxspring-Matratze oder einem sehr hohen Bettgestell mit Stauraum darunter ebenfalls bekommen.

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