Ratgeber

Baumwolle für mehr Gemütlichkeit in unserem Zuhause

Foto: Zu sehen ist eine große Baumwollplantage. Im Hintergrund fährt ein Bus durch dieses Gebiet.

Baumwolle ist aus unserem Leben nicht wegzudenken. Bettzeug, Wohndecken oder unsere Kleidung: Sie erfreut sich großer Beliebtheit. Ihre Weichheit, Hautfreundlichkeit und das damit verbundene niedrige Allergiepotenzial machen sie zur Nummer eins in der Textilherstellung. Doch der Baumwollanbau bringt auch seine Schattenseiten mit sich. Unwürdige Arbeitszustände sowie Trinkwasserknappheit spielen bei der Baumwollzucht nach wie vor eine große Rolle.

Wo Baumwolle entsteht und wie sie verarbeitet wird

Foto: Ein Baumwollstrauch, der Früchte trägt. Daraus werden Textilien aus Baumwolle produziert.

Trotz ihres Namens ist die Baumwolle kein Baum, sondern ein Strauch. Dieser kann bis zu sechs Meter hoch wachsen. Die Früchte der Baumwollpflanze tragen die langen Fasern, die schließlich zum Baumwollstoff verarbeitet werden. Die Pflanze wächst in tropischen und subtropischen Gebieten. Baumwollpflanzen sind extrem frostempfindlich und vertragen konstante Temperaturen von 20 bis 30 °C. Sie benötigen ausreichende Mengen an Niederschlägen und absolute Trockenheit während der Erntezeit. Für das Wachstum der Baumwollpflanze eignen sich insbesondere große Flussgebiete. Darunter fallen Gebiete rund um den Nil in Ägypten, um den Mississippi in den USA oder den Ganges in Indien und Bangladesch. Bei der Textilverarbeitung werden die Fasern zunächst von den Samenkörnern getrennt und dann zu dünnen Fäden gesponnen und gewebt. Letztendlich hängt die Gewebe-Qualität zum großen Teil vom Spinnverfahren ab. Je kürzer die Faser, desto minderwertiger die Qualität. Vor der industriellen Revolution wurde dieses Verfahren in einer aufwendigen Prozedur per Hand betrieben. Heute gibt es spezielle maschinelle Spinnverfahren.

Baumwolle: eine jahrtausendealte Geschichte

Foto: Im Vordergrund hängt eine Gefangenenkette, im Hintergrund Baumwolle.

Relikte belegen, dass bereits bei den Mayas sowie in der Antike Baumwolle zur Herstellung von Textilien kultiviert und genutzt wurde. Im ersten Jahrhundert wurde der Baumwollanbau von arabischen Händlern nach Spanien und Italien gebracht. Die Baumwolle erlangte eine enorme geschichtliche Bedeutung mit dem Beginn des transatlantischen Sklavenhandels im 17. Jahrhundert. Die amerikanische Baumwolle war zu diesem Zeitpunkt der wichtigste Rohstoff für die europäische Ökonomie. Sklaven aus Afrika wurden auf Baumwollplantagen unter menschenunwürdigen Bedingungen zum Arbeiten eingesetzt und systematisch ausgebeutet. Rund zwei Millionen Sklaven, darunter Männer, Frauen und Kinder, arbeiteten im 19. Jahrhundert auf Baumwollplantagen. Heute wird Baumwolle in über 70 Ländern und auf sechs Kontinenten produziert. Indien, die USA und China sind die Hauptproduzenten mit den größten Anbauflächen. Allein in Indien wird die Anbaufläche für Baumwolle aktuell auf rund 12,3 Millionen Hektar geschätzt. In Pakistan, Brasilien und Usbekistan wird ebenfalls ein Großteil an Baumwolle produziert.

Baumwolle für angenehmen Schlafkomfort

Für viele Menschen gibt es fast nichts Besseres, als sich nach einem langen Tag in ein gemütliches und kuscheliges Bett zu legen. Für ein angenehmes Schlafgefühl sorgen dabei Bettlaken, Baumwolldecke, Schonbezüge und Schlafbekleidung aus Baumwolle. Das Textil bietet ein angenehm weiches Liegegefühl. Aufgrund seiner klimaregulierenden und atmungsaktiven Eigenschaften nimmt es Feuchtigkeit gut auf. Deshalb besteht eine Bezugsseite des BODYGUARD® Topper aus kuscheligem BaumwollSleep®.

Foto: Die Bezugsseiten des BODYGUARD Toppers: BaumwollSleep und HyBreeze Funktionsbezug.

Zum BODYGUARD® Topper 

Baumwoll-Bettwäsche gibt es in verschiedensten Varianten. Für kühlere Nächte empfiehlt sich Bettwäsche aus Biber oder Flanell. Baumwollstoff aus Flanell wird aus feinerem Garn gewebt und ist somit leichter, während Biberbettwäsche aus dichterem Gewebe besteht und schwerer ist. Für wärmere Nächte empfiehlt sich Bettwäsche aus Satin oder Seersucker. Möchten Sie Baumwolle waschen, sollten Sie immer genau der Anweisung folgen, damit Farben nicht verblassen und die Baumwollfaser nicht beschädigt wird.

Die Luxus-Variante für königlichen Schlaf: ägyptische Baumwolle

Foto: Die Pyramiden von Gizeh als Symbol für ägyptische Baumwolle.

Eine besondere Art der Baumwolle ist die ägyptische Baumwolle. Sie wird, wie der Name verrät, vorwiegend im Nildelta angebaut. Viele Hotels der oberen Klassen statten ihre Betten mit ägyptischer Baumwolle aus, denn die Fasern sind länger und widerstandsfähiger als bei anderen Baumwollarten. Die lange Tradition des Baumwollanbaus und einzigartige Klimabedingungen verleihen der ägyptischen Baumwolle ihre speziellen Eigenschaften. Darüber hinaus sind sie besonders weich und glänzend. Um die Qualität zu erhalten, wird bei der Verarbeitung auf Maschinen verzichtet. Textilien aus ägyptischer Baumwolle sind robust und können deshalb über viele Jahre verwendet werden. Das macht die ägyptische Baumwolle sozusagen zur Luxus-Variante der Baumwollarten.

Baumwolle: Anbau und Schattenseiten

Foto: Zu sehen ist der ausgetrocknete Aralsee. Auf dem ausgetrockneten Boden sind Boote gestrandet.

Aus ökologischer Sicht ist Baumwolle grundsätzlich ein sinnvoller Rohstoff, da er nachwachsend und biologisch abbaubar ist. Anders als bei synthetischen Kunstfasern hinterlässt er keine Müllproblematik. Doch ihr Anbau ist kritisch zu betrachten. In vielen Ländern arbeiten Menschen bei der Baumwollernte noch immer unter fragwürdigen Bedingungen und pflücken Baumwolle von Hand. Dazu kommt der enorm hohe Wasserverbrauch zur intensiven Bewässerung der Baumwollpflanzen. Zum einen sorgt dies für Trinkwasserknappheit in Regionen, wo ohnehin Wasserknappheit herrscht, zum anderen werden Natur und Umwelt stark belastet. So hat der massive Wasserverbrauch durch den Baumwollanbau etwa zur Austrocknung des Aralsees beigetragen. Dieser liegt zwischen Kasachstan und Usbekistan und war einst der viertgrößte See der Welt. Durch die intensive Landwirtschaft ist er innerhalb von 20 Jahren fast vollständig ausgetrocknet. Die Gegend um den See ist zu einer unfruchtbaren Salzwüste geworden.

Konventioneller Anbau schädigt Mensch und Natur

Foto: Ein Traktor sprüht Pestizide auf einem Feld.

Der konventionelle Anbau bedeutet, dass die Baumwolle künstlich angebaut wird. Baumwollpflanzen haben eine lange Wachstumszeit. Damit so viel Ertrag wie möglich erreicht wird, werden die Baumwollfelder häufig sofort nach der Ernte wieder neu bestellt. Oftmals kommt gentechnisch verändertes Saatgut zum Einsatz. Auf diese Weise werden den Böden wertvolle Nährstoffe entzogen und sie können sich nicht erholen. Die Folge sind Monokulturen, die aufgrund ihrer hohen Anfälligkeit für jede Art von Schädling und Unkrautbefall einer starken Düngung bedürfen. Der massive Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und chemischen Pestiziden hat erhebliche Auswirkungen auf die Gesundheit der Arbeiter und auf Menschen, die in unmittelbarer Umgebung der Baumwollplantagen leben.

Der biologische Anbau: eine saubere Alternative?

Der biologische Anbau von Baumwolle ist das umweltfreundliche Gegenstück zum konventionellen Anbau. Der Einsatz von chemischen Pestiziden und Düngungsmitteln ist hier verboten. Die Arbeiter sind somit keinen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt. Für den Erhalt der Böden und einer besseren Umweltverträglichkeit wird mit Kompost und Mist gedüngt. Aber auch beim Anbau von Bio-Baumwolle ist der Wasserverbrauch massiv.

Polyester – ein nachhaltiger Ersatz für Baumwolle?

Foto: Der HyBreeze Funktionsbezug des BODYGUARD Toppers

Mittlerweile gibt es hochwertige Kunstfasern, die ebenfalls atmungsaktiv und klimaregulierend sind. Sie geben Feuchtigkeit sogar schneller ab als Baumwolle. Kunstfasern sind häufig in Sportbekleidung oder Bettwäsche in Kombination mit Baumwolle zu finden. Bei hochwertigen Polyesterstoffen staut sich Feuchtigkeit durch großmaschigeres Gewebe nicht. Sie wird stattdessen aufgesogen und schnell an die Umgebungsluft abgegeben. Textilien können so länger verwendet werden, was Polyester zu einer nachhaltigen Kunstfaser und einer starken Konkurrenz der Baumwolle macht. Aufgrund dieser Eigenschaften sind die BODYGUARD® Matratze, das BODYGUARD® Stützkissen Plus sowie eine Bezugsseite des BODYGUARD® Topper mit dem hochwertigen HyBreeze® Funktionsbezug ausgestattet. Dank der 3D-Struktur des Bezugs werden genügend Lufträume für einen schnellen Feuchtigkeitstransport gelassen. Dies ist vor allem für Menschen hilfreich, die nachts zum Schwitzen neigen. Der Schweiß kann schnell verdunsten. Dieser Effekt tritt auch nach dem Waschen des Bezugs ein. Nach nur wenigen Stunden ist der HyBreeze® Funktionsbezug trocken.

 

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