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Hybrid-Matratze: Was das ist und ob es Sinn macht

Nahaufnahme eines aufgeschnittenen Matratzenkerns: Taschenfedern mit darüberliegenden Schaumstoffschichten.

Eine Hybrid-Matratze verbindet verschiedene Matratzenarten in einer. Meist besteht eine Hybridmatratze aus einem Taschenfederkern als Basis und darüberliegenden Schichten aus beispielsweise Kalt- oder Viscoschaum. Die Idee: Du bekommst die dynamischen Liegeeigenschaften einer Federkernmatratze und verbindest sie mit der druckentlastenden Oberfläche einer Kaltschaummatratze – das Beste aus beiden Welten. Doch wie viel ist dran an diesem Versprechen?

Grundlagen: Kaltschaum, Federkern, Hybrid

Die meisten Matratzen lassen sich einer von zwei Materialgruppen zuordnen: Schaumstoff oder Federkern. Schaumstoffmatratzen besitzen einen Kern aus Schaum, genauer gesagt Kaltschaum. Federkernmatratzen hingegen enthalten einen Kern aus Metallfedern, je nach Modell zwischen 200 und 2000 Stück. Hochwertige Varianten sind meist (Tonnen-)Taschenfederkernmatratzen, bei denen sich die einzelnen Federn unabhängig voneinander bewegen können.

Drei Illustrationen in einer Reihe: Links: Querschnitt einer Kaltschaummatratze mit Schaumschichten. Text: Kaltschaum. Rechts: Querschnitt einer Federkernmatratze. Text: Federkern. Mitte: großes Fragezeichen. Text: Hybrid.

Aus biomechanischer Sicht ist kein System grundsätzlich überlegen. Sowohl Kaltschaum- als auch Federkernmatratzen können deinen Körper an den richtigen Stellen stützen – vorausgesetzt, die Qualität stimmt. Federkernmatratzen sind wegen der Hohlräume zwischen den Federn besonders luftdurchlässig, weshalb sie ein kühleres Schlafklima versprechen. Allerdings können auch hochwertige Kaltschaummatratzen aus offenporigen Schäumen wie QXSchaum® eine hohe Atmungsaktivität erreichen.

Hybridmatratzen positionieren sich zwischen beiden Systemen. Sie kombinieren einen Federkern – meist Taschenfedern für Luftzirkulation und ein federndes Liegegefühl – mit einer Schaumschicht, die für Druckentlastung sorgen soll. Diese besteht häufig aus Kaltschaum, Viscoschaum, Latex oder Materialmischungen. Das klingt nach dem Besten aus zwei Welten, ist jedoch nicht immer mehr als ein Marketingversprechen.

Hybrid-Matratze vs. Federkern-Matratze

Im Grunde ist jede Federkernmatratze schon ein Hybrid. Nahezu alle Modelle verfügen über Schichten aus Schaum sowie eine Kernschutzschicht aus Vlies der Filz. Anders wäre es nicht denkbar, denn ungepolstert auf Metallfedern schläft es sich nicht gut. Worin unterscheidet sich nun die Hybridmatratze von der Federkernmatratze? Die Beantwortung dieser Frage fällt anscheinend selbst dem Handel schwer: In vielen Online-Shops lassen sich als „Hybrid“ gelabelte Matratzen in der Kategorie „Federkern“ finden.

Hybrid ist kein geschützter Begriff. Es steht Anbietern grundsätzlich frei, eine Matratze als Hybridmatratze anzubieten – ganz egal, wie sie zusammengesetzt ist. Tatsächlich scheiden sich die Geister sogar bei der Frage, ob eine Hybridmatratze überhaupt einen Federkern haben muss. So werden teilweise auch Matratzen, die einfach aus Schichten verschiedener Schaumstoffarten bestehen, als Hybridmatratze bezeichnet.

Hat eine Hybrid-Matratze Vorteile?

Was als Hybridmatratze durchgeht und was nicht, ist gar nicht so einfach zu entscheiden. Klar ist: Hinter dem Wort verstecken sich zahllose Möglichkeiten hinsichtlich Aufbau, Qualität und tatsächlich gebotenem Schlafkomfort. Daher ist die Frage, ob eine Hybrid-Matratze Vorteile hat und welche das sind, unmöglich pauschal zu beantworten. Das hängt mindestens genauso stark vom Modell ab wie bei regulären Federkern- oder Kaltschaummatratzen.

Qualität und individuelle Eignung sind wichtiger als Bauweise

Wichtiger als Bauart oder Bezeichnung ist eine hohe Qualität der Matratze, also des Materials und dessen Verarbeitung, sowie eine neutrale Lagerung der Wirbelsäule in der von dir bevorzugten Liegeposition. Das können grundsätzlich sowohl Schaum- oder Federkernmatratzen als auch hybride Systeme leisten. Letztlich kannst nur du beurteilen, ob du bequem gebettet bist. Du kannst mit einer gut durchdachten Hybridmatratze durchaus richtigliegen. Wichtig beim Matratzenkauf ist die Möglichkeit eines mehrwöchigen Probeschlafens: Wenn du nicht mit einem guten Gefühl aufwachst, bringt auch das ausgeklügeltste System nichts.

Foto: Eine Person schläft friedlich auf einer BODYGUARD Matratze.

Hybrid-Matratze – ein klarer Nachteil

Beachte, dass als Hybrid vermarktete Modelle im Schnitt zu höheren Preisen angeboten werden als reine Kaltschaum- oder Federkernmatratzen. Am besten machst du deine Kaufentscheidung gar nicht so sehr von der Bezeichnung abhängig. Vergleiche auch mit regulären Matratzen-Bauweisen und schau genau auf die Unterschiede und verwendeten Materialien. Womöglich erzielst du unter einer anderen Bezeichnung oder mit einer anderen Materialzusammensetzung ein besseres Preis-Leistungs-Verhältnis.

Hybrid-Matratze kaufen – worauf achten?

Wenn es wirklich die Hybridmatratze sein soll, achte genau wie bei herkömmlichen Federkernmatratzen auf die Art und die Anzahl der Federn. Beim Taschenfederkern ist jede Feder in eine Stofftasche eingenäht, sodass sie individuell auf Druck reagieren kann. Das sorgt für eine hohe Punktelastizität. Bei der Anzahl gilt als grobe Faustregel: Je mehr Federn, desto besser ist die Druckverteilung. Bei einer Hybridmatratze 140×200 cm sollten es mindestens ca. 800 Federn sein. Bessere Flexibilität und Anpassungsfähigkeit als gerade Taschenfedern bieten Tonnentaschenfedern. Durch ihre bauchige Form geben die Federn nicht nur nach unten, sondern auch seitlich nach. Dadurch eignen sie sich besser für unterschiedliche Körperformen und verstellbare Lattenroste.

Nahaufnahme eines Matratzenkerns: Dutzende eingenähte Taschenfedern.

Wenn du beim Schlafen ein eher kühles Klima bevorzugst, sollte die Schaumstoffschicht aus einem offenporigem Kaltschaum bestehen. So bleibt die gute Luftzirkulation des Federkerns erhalten. Schätzt du darüber hinaus das für Federkernmatratzen typische, dynamische Liegegefühl, empfiehlt es sich, auf eine Schicht aus Viscoschaum zu verzichten. Dieses Material reagiert eher träge und kann die Federwirkung des Kerns spürbar dämpfen. Du merkst: Die tatsächliche Zusammensetzung sowie die Qualität deiner Matratze ist für die Erfüllung deiner Bedürfnisse wichtiger als Marketingbegriffe.

Hybridschaum-Matratze – was ist das?

Begrifflich nahe verwandt mit der Hybrid-Matratze ist die Hybridschaum-Matratze, jedoch solltest du die beiden nicht verwechseln. Denn anders als die Hybridmatratze setzt die Hybridschaummatratze nicht auf unterschiedliche Technologien in einer Matratze, sondern hat einen Kern aus 100 % Schaumstoff. Manche Hersteller bewerben ihren Schaumstoff als Hybrid, weil er die positiven Eigenschaften verschiedener Schaumstoffarten kombinieren soll, also zum Beispiel die Punktelastizität von Kaltschaum mit der Druckentlastung von Viscoschaum.

Häufig gestellte Fragen

Was ist eine Hybrid-Matratze?

Im Handel bezeichnet Hybridmatratze meist ein kombiniertes Schlafsystem aus einem Federkern und einer darüberliegenden Schicht aus verschiedenen Schaumstoffarten oder Latex. Tatsächlich trifft das jedoch auf fast alle Federkernmatratzen zu.

Benötigt eine Hybrid-Matratze einen Lattenrost?

In den meisten Fällen: ja. Ein Lattenrost gewährleistet ausreichende Federung sowie Luftzirkulation unter der Matratze. Achte aber auf die Herstellerangaben. Da sich Hybridmatratzen stark voneinander unterscheiden, kann bei einzelnen Modellen auch die Verwendung auf einem Boxspringbett möglich sein. In dem Fall ist kein Lattenrost notwendig.

Hybridschaum was ist das?

Manche Hersteller bezeichnen ihren Schaumstoff als Hybridschaum, weil sie damit die Vorteile verschiedener Schaumstoffarten vereinen wollen – also beispielsweise die Punktelastizität von Kaltschaum mit der Druckentlastung von Viscoschaum.

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