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Schlafstörungen Wechseljahre – was tun?

Titelbild Schlafstörung Wechseljahre: Eine Person liegt im Bett. Sie hält mit beiden Händen ihre Augen zu.

Neben Hitzewallungen sind Schlafstörungen Wechseljahre-Symptome, die häufig auftreten. Also was tun bei Schlafstörungen in den Wechseljahren? Es gibt einige Maßnahmen, die Ihnen helfen besser zu schlafen.

Schlafstörungen Wechseljahre: keine Seltenheit

Die Wechseljahre gehören zu den häufigen Ursachen für Durchschlafstörungen. Dabei können Wechseljahre-Schlafstörungen schon in der Zeit vor der Menopause, der sogenannten „Perimenopause“, beginnen und über die Menopause hinaus bestehen bleiben. Sie können sich auf unterschiedliche Weisen bemerkbar machen. So berichten Frauen teilweise von Erfahrungen mit extremen Schlafstörungen in den Wechseljahren.

Was ist guter Schlaf?

Eine häufige Empfehlung ist, sieben bis acht Stunden erholsamen Schlaf pro Nacht anzustreben. Dabei lässt sich guter Schlaf nicht pauschal an einer Stundenzahl bemessen, sondern vielmehr an seiner Qualität. Manche Menschen brauchen mehr Schlaf, andere weniger. Daher ist guter Schlaf individuell: Das Entscheidende ist Ihre empfundene Erholung. Wenn Sie ausgeruht aufwachen und sich tagsüber wohlfühlen, sind das gute Zeichen. Wechseljahre-Schlafprobleme hingegen machen sich dadurch bemerkbar, dass Sie über einen längeren Zeitraum das Gefühl haben, schlecht oder zu wenig zu schlafen. Dazu gehört, dass Sie nachts regelmäßig wach werden und Ihre Konzentrationsfähigkeit am Tag leidet. Treten die Symptome in Kombination und länger als einen Monat auf, kann es sich um eine Schlafstörung handeln.

Foto: Eine Person liegt im Halbdunklen mit geschlossenen Augen im Bett. Etwas Licht fällt auf ihr Gesicht.

Holen Sie ärztlichen Rat ein, wenn Sie Ihren Schlaf über Wochen hinweg als nicht erholsam empfinden, sich tagsüber unausgeschlafen fühlen oder an Konzentrationsschwierigkeiten leiden. Denn Schlafstörungen können langfristig zu Depressionen, Bluthochdruck, Herzinfarkt oder Herzversagen führen.

Was führt zu Schlafstörungen in den Wechseljahren?

Schlafstörungen, Wechseljahre und Hormone

In den Wechseljahren nimmt bei Frauen die Produktion der Geschlechtshormone Progesteron und Östrogen ab. Diese natürlichen Veränderungen des Hormonspiegels können mit Beschwerden wie Schlafstörungen und Hitzewallungen einhergehen. Bei den meisten Frauen hören die Wechseljahresbeschwerden nach einiger Zeit wieder auf.

Schlafstörungen, Wechseljahre und Stress

Schlafstörungen in den Wechseljahren haben häufig einen gemeinsamen Nenner: Stress. Dabei können hormonelle Veränderungen in den Wechseljahren den Ausschlag geben. Auch veränderte Lebensumstände, wie zum Beispiel das Pflegen von Eltern oder mehr Verantwortung im Beruf, können zu Stress und Schlafstörungen in den Wechseljahren führen.

Schlafstörungen, Wechseljahre und Hitzewallungen

Foto: ein älterer Ventilator aus Metall.

Dass Hitzewallungen nachts Schlafstörungen begünstigen, ist nicht verwunderlich: Das unangenehme Hitzegefühl sowie starkes Schwitzen in der Nacht können dazu beitragen nachts aufzuwachen. Auch die Veränderungen im Gehirn, die zu Hitzewallungen führen, können Auslöser für Schlafstörungen sein.

Schlafstörungen, Wechseljahre und Schlafapnoe

Auch Schlafapnoe in den Wechseljahren kann auf ein Abfallen der Hormone Östrogen und Progesteron zurückzuführen sein. Man versteht darunter Atemstörungen im Schlaf. Genauer: das Aussetzen der Atmung. Diese lässt Betroffene kurz aus dem Schlaf aufwachen bzw. aufschrecken. Die Symptome einer Schlafapnoe zeigen sich aber vor allem tagsüber durch Schläfrigkeit, Erschöpfung und eingeschränkte Leistungsfähigkeit. An die Atemaussetzer und das Aufwachen in der Nacht erinnern sich Betroffene häufig nicht.

Schlafstörungen, Wechseljahre und Depressionen

Die Wechseljahre sind ein besonders anfälliges Zeitfenster für die Entwicklung depressiver Symptome: Zum einen können Depressionen in den Wechseljahren Schlafstörungen begünstigen, zum anderen können auch umgekehrt Schlafstörungen in den Wechseljahren das Risiko für Depressionen erhöhen.

Schlafstörungen Wechseljahre – was hilft?

Es gibt einige Maßnahmen, die Sie ergreifen können, um besser schlafen zu können.

Lassen Sie sich ärztlich beraten

Foto: Eine Person sitz auf einer Liege. Vor ihr steht eine Peron in weißem Kittel mit einem Stethoskop um den Hals.

Wenn Sie an Wechseljahresbeschwerden leiden müssen Sie das nicht hinnehmen. Holen Sie sich ärztlichen Rat ein, um Ihre Beschwerden abzuklären. Eine gute erste Anlaufstelle ist zum Beispiel Ihre Hausarztpraxis.

Wechseljahre-Schlafstörungen natürlich behandeln

Sie können in Ihrer Hausarztpraxis die natürliche Behandlung von Wechseljahresbeschwerden besprechen. Einigen natürlichen Mitteln und pflanzlichen Inhaltsstoffen, darunter Kräuter und andere Lebensmittel, wird nachgesagt, dass sie Schlafstörungen in den Wechseljahren und andere Wechseljahre-Symptome lindern können, dazu gehören:

Planen Sie tägliche Auszeiten ein

Versuchen Sie sich täglich ein Zeitfenster für sich zu blocken in dem Sie sich aktiv entspannen: Wirken Sie Stress und Ängsten zum Beispiel mit Sport und Bewegung entgegen. Auch Entspannungstechniken wie Progressive Muskelentspannung und Meditation können Ihnen dabei helfen, Stress abzubauen und zur Ruhe zu finden.

Foto: Eine Person sitz im Schneidersitz auf einer Yogamatte vor einer Couch.

Bringen Sie Routine in Ihre Abendgestaltung

Routinen, wie ein allabendlicher Spaziergang, ein Entspannungstee und feste Schlafens- und Aufwachzeiten, helfen Ihrem Körper, sich auf das Schlafen einzustellen. Solche Maßnahmen der Schlafhygiene können dazu beitragen, dass Sie besser ein- und durchschlafen.

Warum schläft man ab 50 schlechter?

Die Wechseljahre beginnen bei Frauen häufig zwischen Mitte 40 und Mitte 50. Schläft man ab 50 schlechter, kann dies auf Wechseljahre-Schlafstörungen hindeuten. Neben hormonellen Veränderungen können zum Beispiel Hitzewallungen und Stress als mögliche Auslöser für Schlafstörungen in den Wechseljahren in Frage kommen. Aber auch Lebensumstände können zu verschlechtertem Schlaf führen.

Warum kann ich nicht mehr durchschlafen?

Durchschlafstörungen können unterschiedliche körperliche und psychische Ursachen haben. Neben Wechseljahre-Schlafstörungen aufgrund hormoneller Veränderungen kommen zum Beispiel Depressionen, Stress, Erkrankungen oder Medikamente in Frage.

Was hilft am besten gegen Schlaflosigkeit?

Ablenkung kann gegen akute Schlaflosigkeit helfen. Stehen Sie auf und machen Sie circa 20 Minuten lang etwas ganz anderes: Verlassen Sie das Schlafzimmer, lesen Sie etwas, hören Sie eine Podcast-Folge oder laufen Sie einfach etwas durch die Wohnung. Hauptsache ist, dass Sie sich kurz Ablenkung verschaffen, bevor Sie wieder versuchen einzuschlafen. Leiden Sie häufiger an Schlaflosigkeit, ist die Hausarztpraxis eine erste Anlaufstelle.

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