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Übelkeit am Morgen

Foto: Eine Person steht gekrümmt vor einem Bett und hält eine Hand vor ihren Mund, die andere an ihren Bauch.

Übelkeit am Morgen dürfte besonders Schwangeren bekannt vorkommen. Aber auch nicht Schwangere können von Morgenübelkeit betroffen sein. Das Phänomen kommt relativ häufig vor. Eine morgendliche Übelkeit kann verschiedene Ursachen haben und oft lassen sich die Symptome schnell selbst in den Griff bekommen.

Übelkeit am Morgen – nicht nur bei Schwangeren

Foto: Eine Person mit Schnurrbart und Strickjacke sitzt auf einem Bett und hält sich die Hände vor den Bauch.

Ein flaues Gefühl im Bauch, Magengrummeln und sich hinzugesellende Kreislaufprobleme – und das alles direkt nach dem Wachwerden. Auch ohne eine Schwangerschaft verspüren viele Menschen morgens eine unangenehme Übelkeit, die über einen längeren Zeitraum hinweg zu einer Belastung werden kann. Der Weg zur Arbeit wird erheblich erschwert und an ein Frühstück ist nicht zu denken. Die gute Nachricht: Meistens stecken Gründe hinter der Übelkeit am Morgen, die durch die Anpassung eigener Verhaltensweisen in den Griff zu bekommen sind. Doch wenn Sie merken, dass die Symptome trotz Eigenbehandlung nicht besser werden, sich verschlimmern oder Gewichtsverlust mit einhergeht, sollten Sie ärztlichen Rat suchen.

Morgenübelkeit – schwanger eine häufige Begleiterscheinung

Foto: Am gedeckten Frühstückstisch stützt eine Person ihre Arme auf, mit einer Hand stützt sie ihren Kopf.

Übelkeit am Morgen ist eine häufige Begleiterscheinung in der frühen Schwangerschaft. Der ganze Körper baut sich buchstäblich um, Hormone müssen sich erst einpegeln und häufiges Erbrechen ist dann keine Seltenheit. Wann die Übelkeit genau auftritt, kann unterschiedlich sein: Einige werdende Mütter bleiben gänzlich von der Schwangerschaftsübelkeit verschont, anderen wird ab der 6. Schwangerschaftswoche (SSW) oder 8. SSW schlecht oder teils noch früher. In der Regel dauert die Schwangerschaftsübelkeit bis zu drei Monate – das heißt, die Schwangerschaftsübelkeit nimmt zwischen der 12. und 14. SSW ein Ende. Warum ein Großteil der Schwangeren Beschwerden mit morgendlicher Übelkeit hat, ist bis heute nicht eindeutig geklärt. Ursache kann mitunter ein niedriger Blutzuckerspiegel sein. Übelkeit in der frühen Schwangerschaft ist also unbedenklich, sofern die Nahrungsaufnahme dadurch nicht eingeschränkt wird. Sprechen Sie im Zweifel Ihre Ärztin oder Ihren Arzt darauf an.

Wie Sie Schwangerschaftsübelkeit abmildern können

Bei Schwangerschaftsübelkeit hilft es, wenn Sie fette, sehr zuckerhaltige, stark gewürzte, frittierte und scharfe Speisen meiden. Essen Sie über den Tag verteilt mehrere kleine Mahlzeiten. Meiden Sie außerdem empfindliche Gerüche. Das sind oft Kaffee, Fleisch oder Parfum. Verzichten Sie am besten auf zuckerhaltige Getränke und Kohlensäure – trinken Sie stattdessen Wasser und Tee. Bei Übelkeit sind viele Ballaststoffe aus Gemüse, Vollkornprodukten sowie Proteine und wenig Fette empfehlenswert. Sie sollten vor der 15. oder 16. Schwangerschaftswoche auf die Einnahme von Vitaminpräparaten verzichten, da diese den Magen belasten können, wenn sich die Kapseln auflösen. Zu Beginn brauchen Schwangere lediglich die ausreichende Menge an Folsäure.

Weitere Ursachen für Übelkeit am Morgen

Übelkeit am Morgen ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern immer eine Begleiterscheinung. Wenn Sie nicht schwanger sind, dann signalisiert Ihnen Ihr Körper damit, dass irgendetwas nicht in Ordnung und womöglich aus dem Gleichgewicht geraten ist. Die Gründe dafür liegen oftmals an ungünstigen Gewohnheiten in unserem Alltag.

Falsche Ernährung am Vorabend

Foto: Ein Teller Pommes, von dem eine Person isst, die ein großes Stück Gebäck in der Hand hält.

Häufig steckt hinter der Morgenübelkeit die Ernährung. Essen Sie am Vorabend zu fettig, kann das den Verdauungsapparat durcheinanderbringen. Wenn Sie am Abend zu fettig gegessen haben, versuchen Sie es danach mit einem leichten Spaziergang, um die Verdauung anzuregen. Wenn Sie zu wenig gegessen haben, kann sich das ebenfalls am Morgen mit Schwindel, Kreislaufproblemen oder Übelkeit bemerkbar machen. So komisch das klingen mag: Essen Sie einen kleinen Snack wie Zwieback oder gönnen Sie sich direkt ein leichtes Frühstück. Vielleicht haben Sie einfach nur Hunger.

Dehydration

Foto: Aus einer Glaskaraffe wird Wasser in ein Glas geschüttet.

Auch Dehydration kann verantwortlich sein für Übelkeit am Morgen. Wer über den Tag zu wenig trinkt, dem geht es nach dem Aufstehen oftmals nicht gut. Empfohlen wird je nach Größe und Gewicht rund zwei bis drei Liter am Tag zu trinken – am besten Wasser oder ungesüßte Tees. Achten Sie also darauf, über den ganzen Tag hinweg gleichmäßig und genug zu trinken.

Psychische Belastungen

Häufig ist Übelkeit am Morgen psychisch bedingt. Durch Stress und innere Unruhe werden vermehrt Stresshormone ausgeschüttet – und das kann sich auf den Magen-Darm-Trakt auswirken.

Schlechter Schlaf

Foto: Eine Person liegt im Bett und hält ihre Hände an die Stirn.

Übelkeit am Morgen wird manchmal durch schlechten Schlaf ausgelöst, der aus verschiedenen Ursachen heraus entstehen kann. Psychische Belastungen können ein Grund sein. Zum anderen kann aber auch schlichtweg die falsche Matratze für schlechten Schlaf sorgen. Eine ergonomisch ungünstige oder abgenutzte Matratze sorgt in vielen Fällen für unruhige Nächte. Eine gute Matratze bildet die Grundlage für besseres Einschlafen und erholsame Nächte.

Morgenübelkeit bei Kindern

Foto: Ein Kind liegt in einem Bett und krümmt sich vor Schmerzen.

Auch Kindern geht es nach dem Aufstehen manchmal nicht gut, was wachstumsbedingt sein kann. Aufgrund der Entwicklung des Körpers geht mitunter ein niedriger Blutdruck einher, der Übelkeit auslösen kann. Um den Blutdruck zu steigern und den Kreislauf wieder in Schwung zu bringen, hilft es, viel zu trinken und sich an der frischen Luft zu bewegen. Ein kleiner Snack vor dem Frühstück kann im Einzelfall auch schon etwas bewirken.

Morgenübelkeit im Alter

Foto: Verschiedene Medikamente in Verpackung oder in Medikamentenbehältern

Häufig klagen Seniorinnen und Senioren über morgendliche Übelkeit. Die Morgenübelkeit ist in vielen Fällen eine Nebenwirkung verschiedener Medikamente. Sie sollten bei Übelkeit am Morgen daher immer ärztlichen Rat aufsuchen.

Übelkeit am Morgen? Ruhe bewahren

Wenn Sie merken, dass Ihnen morgens schlecht ist, sollten Sie als allererstes Ruhe bewahren. Bleiben Sie liegen und trinken Sie einen Schluck Wasser. Versuchen Sie, Ihren Kreislauf auf Touren zu bringen, wenn sich Besserung einstellt. Ruhe, ein leichter Spaziergang an der frischen Luft und Wasser sind altbewährte Maßnahmen, der morgendlichen Übelkeit entgegenzuwirken.

Warum ist mir ohne Grund übel?

Übelkeit am Morgen kann sowohl körperliche als auch psychische Ursachen haben. Dahinter können harmlose Kreislaufprobleme stecken, auf Dauer jedoch auch ernstzunehmende Krankheiten.

Wie bekommt man Morgenübelkeit weg?

In den meisten Fällen hilft es, das eigene Verhalten anzupassen. Vermeiden Sie fettige Speisen am Vorabend, trinken Sie genug Wasser über den Tag und versuchen Sie bei psychischen Belastungen Entlastung zu finden, zum Beispiel durch professionelle Hilfe.

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