Glossar

Kopfkissen waschen

Illustration: Einige Kissen liegen zum Kopfkissen waschen vor einer Waschmaschine

In Deutschland wird das Bett im Schnitt alle drei Wochen frisch bezogen. Bettdecke und Kopfkissen waschen die meisten dagegen nicht so häufig. Doch gerade das Kopfkissen wird mit der Zeit stark beansprucht. Auf ihm sammeln sich besonders viel Schweiß, Speichel und Hautschuppen – ein idealer Nährboden für Hausstaubmilben. Doch ganz gleich, ob Allergiker oder nicht, mindestens ein- bis zweimal im Jahr sollte jeder das Kopfkissen waschen. Hausstaubmilbenallergiker sollten sogar zwei- bis viermal ihr Kopfkissen waschen. In der Regel reicht es allerdings, wenn man nur den Kopfkissenbezug wäscht, sofern sich dieser von der Kissenfüllung trennen lässt.

Kopfkissen waschen nicht immer möglich

Symbol links zeigt einen Kissenbezug auf der Wäscheleine. Symbol rechts zeigt Kopfkissen waschen nicht empfohlen.Das ganze Kopfkissen muss nicht unbedingt gewaschen werden. Selbst wenn es sich waschen lässt, steht spätestens mit dem Trockenvorgang das nächste Problem vor der Tür. Kissen an der Luft trocknen zu lassen, ist aufgrund ihrer Beschaffenheit nicht zu empfehlen. Sogar im Hochsommer besteht die Gefahr, dass der Kern des Kissens nicht ganz durchtrocknet und sich womöglich Schimmel im Schlafzimmer bildet. Deshalb sind Kissen mit waschbaren Bezügen empfehlenswert. So lässt sich der Bezug vom Kisseninneren trennen und separat waschen. Die Reinigung der Kissenfüllung ist meist nicht mehr nötig.

Feder- und Daunenkissen waschen

Bei Kissen mit einer Füllung aus einem Daunen-Feder-Gemisch gibt es in der Regel keinen abnehmbaren Bezug. Die Reinigung zu Hause gestaltet sich schwierig und ist nur mit Hilfe eines Wäschetrockners möglich. Ist ein Trockner vorhanden, der sich auf Höchsttemperaturen von maximal 40 °C einstellen lässt, kann man die heimische Daunenkissenwäsche wagen. Dazu sollte das Kissen zunächst bei 60 °C einzeln in die Waschmaschine. Wichtig dabei: Woll- oder Schonwaschgang wählen und höchstens bei 400 Umdrehungen die Minute schleudern. Schleudert man Kissen aus einem Daunen-Feder-Gemisch mit höheren Umdrehungen, besteht die Gefahr, dass die Stiele der darin enthaltenen Federn brechen – das Kissen würde seine Form nicht mehr halten.

Foto: Ein aufgerissenes Kissen aus dem Daunen heraus quellen.Beim Waschmittel sollte die Wahl auf ein Feinwaschmittel, kein Vollwaschmittel fallen. Auch spezielle Daunenwaschmittel sind zu empfehlen. Ein extra Spülgang oder ein Programm mit höherer Wasserzufuhr ist ratsam, um Waschmittelreste im Kissen zu vermeiden. Auf keinen Fall sollte Weichspüler verwendet werden. Dieser kann dazu führen, dass die Daunen im Inneren des Kissens verkleben und sich später nicht mehr so gut aufschütteln lassen.

Nach dem Waschgang dürfte das Daunenkissen noch ziemlich feucht sein, da bei 400 Umdrehungen pro Minute vergleichsweise wenig Wasser herausgeschleudert wird. Gegebenenfalls sind mehrere Trocknerdurchgänge nötig. Damit das Kissen – quasi während des Trocknens – aufgeschüttelt wird, können Trocknerkugeln oder saubere Tennisbälle mit in den Trockner gelegt werden.

Woll- oder Seidenkissen waschen

Foto: Einige Seidenkokons in trockenen Zweigen.Besteht die Füllung des Kissens aus Wolle oder Seide, ist eine Maschinenwäsche in der Regel möglich. Allerdings ist das nur sinnvoll, wenn auch ein geeigneter Trockner zur Verfügung steht. Denn ähnlich wie bei Daunenkissen ist eine Lufttrocknung aufgrund der Schimmelgefahr nicht zu empfehlen.

Illustration: Wäschesymbol zeigt schonende Trocknung im Trockner bei reduzierter Temperatur möglich.Der Trockner sollte auf sehr niedrigen Temperaturen von höchstens 30 °C arbeiten. Selbiges gilt für die Waschmaschine: Auf 30 °C und mit dem schonendsten Waschgang waschen. Hierbei sollte unbedingt auf herkömmliche Waschmittel und Weichspüler verzichtet werden. Besser sind spezielle Woll- beziehungsweise Seidenwaschmittel und ein Waschgang mit viel Wasser oder ein extra Spülgang. Der Schleudergang muss nicht ganz so schonend ausfallen wie bei Daunenkissen, jedoch sollten 600 bis 800 Umdrehungen pro Minute nicht überschritten werden.

Kissenfüllungen aus Polyester, Elastan oder Acetat

Foto: Ein geöffnetes Kissen, darin befinden sich Schaumflocken.Kissen aus Kunststoffen wie Polyester, Elastan oder Acetat lassen sich eigentlich auch, wie die oben genannten Kissenarten, in der Maschine waschen. Eigentlich, denn sicherheitshalber sollte hier nochmals ganz genau auf das Wäschezeichen des Etiketts geschaut werden. Gut möglich, dass sich der ein oder andere Vertreter dieser Kategorie nicht mal bei 30 °C in der Maschine waschen lässt. Dann bleibt nur die schonende Wäsche per Hand oder eine professionelle chemische Reinigung. Wäschezeichen: Symbol zeigt Kopfkissen waschen bei 30 Grad möglich.Sollte das Waschen in der Maschine möglich sein, darf bei Kunstfaserkissen auch auf höheren Drehzahlen geschleudert werden.

Auch im Trockner ist Vorsicht geboten, mehr als 30 °C sollten hier nicht herrschen und das auch nur, wenn es das Wäschezeichen erlaubt. Grundsätzlich trocknen Kunstfasern aber wesentlich besser an der Luft als Daunen.

Microfaser-Kopfkissen waschen

Foto: Ein Kopfkissen mit geöffnetem KissenbezugWeil sie sich so problemlos pflegen lassen, sind diese Kissen bei vielen Hausstaubmilbenallergikern besonders beliebt. Microfaserkissen lassen sich in der Regel bei 60 °C, teilweise sogar bei 90 °C, waschen und im Trockner trocknen. Zwar kann beim Schleudervorgang in der Maschine eigentlich nichts kaputtgehen, mehr als 800 Umdrehungen die Minute sollten trotzdem vermieden werden. Ansonsten besteht die GefSymbol zeigt: Kopfkissen waschen bei 60 bis 90 Grad möglich.ahr, dass das Kissen platt gedrückt aus der Maschine kommt und erst mühsam wieder aufgeschüttelt werden muss. Auch hier können Trocknerkugeln oder Tennisbälle im Trockner helfen.

Latex- und Viscoschaum-Kopfkissen waschen

Foto: Zwei Kopfkissen aus Latexschaum mit den typischen großen Belüftungslöchern im SchaumLatex darf, genauso wie die Viscoschaumfüllung einiger Kissen, nicht gewaschen werden. Weder in der Maschine, noch von Hand. Lediglich das Abtupfen mit einem feuchten Schwamm wäre möglich, doch ist das eigentlich nicht nötig. Kissen dieser Art haben über dem Kern meist einen dickeren Kissenbezug, der sich abnehmen lässt. Dieser Bezug ist üblicherweise in der Maschine waschbar.

Symbol zeigt: Kopfkissen waschen bei 60 Grad möglich.Das BODYGUARD® Stützkissen Plus mit Viscoschaumflocken ist mit dem pflegeleichten HyBreeze® Funktionsbezug bezogen. Hierbei handelt es sich um das gleiche Material, das auch bei der BODYGUARD® Matratze zum Einsatz kommt. Das heißt, der Bezug lässt sich vollständig entfernen und bei 60 °C in der Maschine waschen. In den Trockner sollte der Bezug allerdings nicht. Das ist auch nicht nötig, denn der HyBreeze® Funktionsbezug aus Polyester trocknet sehr schnell an der Luft.

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Allgemeine Hinweise zum Kopfkissen waschen

Illustration: Ein Drehschalter zum Einstellen der Programme an der Waschmaschine. Drumherum diverse Wäschezeichen.Viel wichtiger als jeder allgemeine Hinweis sind die Wäschezeichen auf dem Kissen, das gewaschen werden soll. Die sind zwar nicht immer leicht zu verstehen, doch sie geben ganz genau Auskunft darüber, wie das Kissen zu waschen ist.

Im Allgemeinen lässt sich jedoch sagen, dass Weichspüler und Vollwaschmittel sowie farbaufhellende Waschmittel für die heimische Kissenpflege ungeeignet sind. Egal ob Handwäsche oder in der Maschine, mit Feinwaschmittel ist man besser beraten. Auch die Vorwäsche oder sonstige extra Programme sollte man weglassen, außer sie sorgen für mehr Wasser oder einen extra Spülgang.

Ist das Kissen für die Maschinenwäsche geeignet, sollte darauf geachtet werden, dass das Kissen genug Platz hat – die Waschmaschine also nicht zu voll ist. Um das Kissen zu schonen, kann es in einem Wäschesack gewaschen werden. Andere Wäsche sollte auf keinen Fall mit dem Kopfkissen gewaschen werden.

 

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