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Welche Matratze bei Bandscheibenvorfall?

Grafik: Ein Teil einer Wirbelsäule mit den Bandscheiben. Eine Bandscheibe ist rot statt blau und "fließt" etwas aus ihrer Form heraus.

Hast du diese meist äußerst schmerzhafte Erkrankung der Wirbelsäule schon einmal erlebt, hast du dich vermutlich mindestens jede Nacht, wenn nicht auch tagsüber mehrfach gefragt, welche Matratze bei einem Bandscheibenvorfall am besten ist. Denn tritt ein Bandscheibenvorfall in Verbindung mit Schmerzen auf, so sind diese meist sehr ausgeprägt und selbst im Liegen präsent. Doch auch wenn er ohne starke Rückenschmerzen, Gefühlsstörungen und Lähmungen auftritt, ist eine Matratze empfehlenswert, die die Bandscheiben ausreichend entlastet, sodass sich diese nachts erholen können.

Welche Matratze bei Bandscheibenvorfall: Was sind die Bandscheiben?

Zwischen den Wirbelkörpern der Wirbelsäule sitzen die Bandscheiben. Sie bestehen bis zu 85 % aus Wasser und funktionieren wie eine Art Stoßdämpfer. Befindest du dich tagsüber in einer aufrechten Körperhaltung, belastet das die Bandscheiben und sie verlieren Flüssigkeit. Sie schrumpfen dabei so sehr, dass du abends ein bis drei Zentimeter kleiner bist als morgens. Liegst du in einer ergonomischen Position, entlastet das die Bandscheibe. Nachts können sie so Wasser und Nährstoffe aufnehmen, wodurch sie wieder aufquellen. Diese Körperfunktion nimmt mit zunehmendem Alter ab.

Foto: Ein Modell eines Stücks einer Wirbelsäule mit den Bandscheiben

Welche Matratze bei Bandscheibenvorfall: Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Jede Bandscheibe besitzt einen festeren äußeren Faserring, der sie in Form hält. Im Inneren befindet sich ein weicher Kern, der die dämpfende Funktion übernimmt. Bei einem Bandscheibenvorfall wird der Faserring beschädigt und der weiche Kern verformt sich oder tritt sogar hervor. Dadurch wird die Funktion der Bandscheibe gestört. Drückt der hervorgetretene Kern dabei gegen Rückenmark oder Nerven so entstehen mitunter sehr starke Schmerzen. Das muss aber nicht immer so sein. Ein Bandscheibenvorfall kann auch schmerzlos und unbemerkt auftreten. Meist nimmst du ihn erst wahr, wenn andere Faktoren – wie etwa psychischer Stress – den Schmerz provozieren.

Illustration: Ein Stück einer Wirbelsäule, Beschriftung: Wirbelkörper, Bandscheibe mit intaktem Gallertkern, Dornfortsatz, Bandscheibenvorfall, Spiralnerv

Welche Matratze ist bei einem Bandscheibenvorfall am besten?

Bei einem Bandscheibenvorfall rückt eine gesunde Liegeposition noch mal besonders in den Vordergrund. Die Anforderungen an die Matratze unterscheiden sich dadurch aber nicht von denen anderer Szenarien. Egal ob mit diagnostiziertem Bandscheibenvorfall, spezifischen oder unspezifischen Rückenschmerzen oder mit einer gesunden Wirbelsäule – ein Mensch sollte im Idealfall immer ergonomisch liegen. Die Frage, welche Matratze ist bei einem Bandscheibenvorfall am besten, kann also genau so beantwortet werden wie die Frage, welche Matratze am besten für dich geeignet ist: Es ist die Matratze, die es dir ermöglicht so zu liegen, dass deine Wirbelsäule nachts ihre natürliche Position einnehmen kann – egal ob du auf dem Rücken oder auf der Seite liegst.

Die BODYGUARD Matratze mit Zoom auf den zweifarbigen Matratzenkern mit seinen Ergonomiemodulen

Welche Matratze bei Bandscheibenvorfall: Das sind ergonomische Matratzen

Ob Latex-, Gel-, Federkern- oder Schaumstoffmatratzen – grundsätzlich haben alle modernen Matratzentypen das Potenzial, ergonomisch zu sein. Natürlich gibt es in fast jeder Kategorie welche, denen aufgrund von minderwertiger Verarbeitung und Materialqualität jede Voraussetzung fehlt, um für eine gesunde Liegeposition zu sorgen. Latex- und Schaumstoffmatratzen, zu letzteren werden auch Gelmatratzen gezählt, haben gute Grundvoraussetzungen, für eine ergonomische Liegeposition zu sorgen. Denn diese Materialien geben punktgenau nach, wodurch nur die Stellen entlastet werden, die es auch sollen. Moderne Federkernmatratzen sind inzwischen aber auch punktelastisch. Nur bei älteren Modellen mit Bonellfederkern ist Vorsicht geboten: Sie neigen zum Hängematteneffekt.

Welche Matratze bei Bandscheibenvorfall: erst mal ärztlich abklären

Bevor du dich mit der Frage auseinandersetzt, welche Matratze bei einem Bandscheibenvorfall am besten geeignet ist, solltest du dich unbedingt ärztlich untersuchen lassen. Nur so lässt sich das gesamte Ausmaß der geschädigten Bandscheibe beziehungsweise Bandscheiben erfassen. Im Zuge dessen können Gegenmaßnahmen ergriffen werden. Akute Schmerzen können durch schmerzstillende Medikamente gelindert werden, um Schonhaltungen vorzubeugen und ggf. Entzündungen zu bekämpfen. Ansonsten konzentriert sich die Therapie vor allem auf körperliche Betätigung – meist begleitend mit einer Physiotherapie. Dabei geht es um den Aufbau von Rücken- und Bauchmuskulatur, wodurch die Bandscheiben entlastet werden. Manchen hilft auch eine Akupunktur-Behandlung. Nur in seltenen Fällen ist eine Operation notwendig, die jedoch nicht immer erfolgreich ist.

Foto: Eine Person drückt mit medizinischen Handschuhen an den Händen auf den Rücken einer anderen Person.

Welche Matratze bei Bandscheibenvorfall die beste ist?

Ist dein Bandscheibenvorfall diagnostiziert und eine Therapie bereits im Gange, kannst du dich guten Gewissens mit der Frage auseinandersetzen, welche Matratze bei einem Bandscheibenvorfall für dich am besten geeignet ist. Die Matratze wird zwar selbst keinen Bandscheibenvorfall heilen, aber die nächtliche Entlastung der Bandscheiben ist das Fundament für eine erfolgreiche Behandlung.

Die, die dich schmerzfrei und erholt aufwachen lässt!

Ob eine Matratze für dich geeignet ist, erfährst du erst, wenn du mehrere Nächte darauf geschlafen hast. Denn dein Körper benötigt ein bisschen Zeit, um sich auf ein neues Liegegefühl einzustellen. Wachst du wiederholt morgens schmerzfrei und gut erholt auf, weißt du, dass diese Matratze für dich geeignet ist. Dafür braucht es in den seltensten Fällen spezielle Matratzen oder orthopädische Matratzen. Bei herkömmlichen Matratzen aus hochwertigem Material, die entwickelt wurden, um möglichst viele Körpertypen ergonomisch zu betten, stehen die Chancen gut, dass auch du gut darauf liegst.

Foto: Eine Person sitzt auf einem Bett und hält ihre Hände an den Rücken

Nimm dir Zeit und gehe keine Risiken ein

Inzwischen gibt es immer mehr Unternehmen, die viel Zeit zum Testen einer Matratze geben. 100 Tage sind gerade im Online-Handel verbreitet. Weniger als 30 Tage sollten es auf keinen Fall sein. Ansonsten besteht die Gefahr, dass du dir kein vollständiges Bild der Matratze – zum Beispiel im Zusammenspiel mit verschiedenen Kissen – machen kannst. Wirf unbedingt einen Blick ins Kleingedruckte und sieh dir die Rückgabemodalitäten und Details der Geld-zurück-Garantie an.

Was ist besser bei Bandscheibenvorfall, eine weiche oder harte Matratze?

Am besten ist eine Matratze, die dich sowohl richtig stützt als auch nachgibt – unabhängig vom Härtegrad. Die meisten Menschen bevorzugen mittelfeste Matratzen. Oft sinkst du in eine weiche Matratze tiefer ein, was das Drehen im Bett erschwert. Wenn du vor Schmerzen eh kaum ruhig liegen kannst, aber manche Lageveränderung zusätzlich schmerzhaft ist, dann ist ein weicher Härtegrad während Problemen mit der Bandscheibe nicht die beste Wahl.

Kann eine schlechte Matratze einen Bandscheibenvorfall verursachen?

Ein Bandscheibenvorfall kann viele Ursachen haben:

  • Verschleiß
  • chronische Fehlbelastung
  • Überlastung durch schweres Heben
  • Unterbelastung durch Bewegungsmangel
  • Nährstoffmangel, Rauchen, Dehydrierung u. v. m.

Die Matratze gehört eher nicht zu den Ursachen, kann bestehende Schäden allerdings verschlimmern.

Was für eine Matratze bei Bandscheibenvorfall LWS?

Am besten ist eine punktelastische Matratze, die deine Wirbelsäule akkurat liegen lässt. Die Matratze sollte dich sowohl stützen als auch so nachgeben, dass schwere Körperstellen bis zu einem gewissen Grad einsinken. Bei den Materialien hast du hier freie Wahl, es gibt gute Matratzen aus Schaumstoff, Latex, Gelschaum oder Federkern. Einzig Bonellfederkerne sind tendenziell nicht für Rückenprobleme zu empfehlen.

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