Glossar

Ergonomie: Was ist eine ergonomische Matratze?

Illustration: Auf dem Matratzenkern der BODYGUARD Matratze liegt eine Person in Seitenlage mit dem Rücken zugewandt; eine Linie symbolisiert die gerade Wirbelsäule und somit die Ergonomie der Matratze.

Eine ergonomische Matratze soll unseren Körper im Sinne der Ergonomie optimal betten und so ergonomisches Schlafen ermöglichen. Das klingt vielversprechend – aber was bedeutet das konkret? Eigentlich hat Ergonomie nichts mit Schlafen zu tun. Der Begriff wurde, ähnlich wie Punktelastizität, von der Matratzenbranche übernommen, um Produkte besser vermarkten zu können. Das bedeutet nicht, dass eine ergonomische Matratze als leeres Werbeversprechen abgetan werden sollte. Ganz im Gegenteil: Eine ergonomische Matratze ist die Grundvoraussetzung für maximal erholsames Schlafen.

Ergonomie: eine Begriffserklärung

Die Ergonomie oder Ergonomik ist eine Wissenschaft, die sich mit der Optimierung von Arbeitsbedingungen befasst. Arbeitsplatz, Arbeitsabläufe und Arbeitsgeräte sollen demnach so weit wie möglich an den Menschen angepasst werden, sodass dieser seine Arbeit wirtschaftlich und ohne unnötige Belastung ausführen kann. Inzwischen wird der Begriff „Ergonomie“ jedoch auch in anderen Bereichen verwendet: neben der Matratzenbranche zum Beispiel auch in der Automobilindustrie.

Foto: Deutlich profilierte Autositze zeigen, wie der Begriff Ergonomie seinen Weg in die Autoindustrie gefunden hat.

Matratzen sind Werkzeuge für perfekten Liegekomfort

Gemessen am Aufwand, den wir in die Optimierung unserer Arbeit stecken, wird das Thema Schlaf noch immer stiefmütterlich behandelt. Dabei ist die Effizienz des einen unmittelbar mit der Effizienz des anderen verknüpft. Guter Schlaf ist die Voraussetzung, um tagsüber volle Leistung bringen zu können. Um eine Parallele zur ursprünglichen Bedeutung von Ergonomie zu ziehen, könnte man sagen: Das Arbeitsgerät beziehungsweise das Werkzeug, das uns dabei hilft, möglichst effizient zu schlafen, ist eine ergonomische Matratze.

Eine ergonomische Matratze erleichtert das Schlafen

Schlaf ist für uns Menschen derart wichtig, dass wir zur Not fast überall schlafen könnten. Richtig erholsam wird der Schlaf aber nur im Bett. Eine ergonomische Matratze kann dort eine Umgebung schaffen, in der sich unser Körper voll und ganz der Regeneration widmen kann. Die Ergonomie der Matratze sorgt dafür, dass die verschiedenen Körperteile – je nach Bedarf – entlastet oder gestützt werden. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Wirbelsäule.

Foto: Eine Person liegt im Abendrot auf einer Bank am Ufer. Ergonomie sucht man hier vergebens, denn die Person liegt mit dem Rücken auf einer geraden Holzbank.

Ergonomisches Schlafen dank korrekt gelagerter Wirbelsäule

Die Ergonomie einer Matratze sorgt dafür, dass die Wirbelsäule beim Liegen gerade bleibt beziehungsweise in derselben Stellung ruht, die sie auch beim aufrechten Gang einnimmt. Wirklich gerade ist unsere Wirbelsäule nämlich nicht. Die natürliche Doppel-S-Krümmung sorgt für eine leichte Wölbung in Richtung Rücken und Bauch. Eine ergonomische Matratze muss also nicht nur in der Seitenlage, sondern auch in der Rückenlage an gewissen Stellen mehr nachgeben als an anderen.

Illustration: Eine Person liegt in Rückenlage auf einer ergonomischen Matratze. Eine geschwungene Linie zeigt, dass die natürliche Doppel-S-Krümmung der Wirbelsäule beibehalten wird.

Eine ergonomische Matratze sorgt für Druckentlastung

Ist eine Matratze ergonomisch korrekt aufgebaut, sorgt sie für bestmögliche Druckentlastung beim Schläfer, denn das Körpergewicht wird gleichmäßig auf die gesamte Fläche verteilt. Das schont die Gelenke und vor allem die Bandscheiben. Als Bandscheiben bezeichnet man das Knorpelgewebe, das sich zwischen den Wirbeln der Wirbelsäule befindet. Die Bandscheiben machen unsere Wirbelsäule beweglich und werden tagsüber stark beansprucht. Eine ergonomische Matratze nimmt den Druck von den Bandscheiben. So können sich diese nachts besser regenerieren.

Liegezonen: ermöglichen ergonomisches Schlafen

Damit beispielsweise die Schulter in der Seitenlage tiefer einsinkt als das Becken, ist eine ergonomische Matratze in verschiedene Liegezonen eingeteilt. Es gibt Matratzen mit drei, fünf, sieben oder neun Liegezonen, die sich in der Regel von Kopf bis Fuß erstrecken.

Foto: Die Federkerne verschiedener Federkernmatratzen; die unterschiedlich gefärbten Reihen der Federn symbolisieren die unterschiedlichen Liegezonen, die für das ergonomische Schlafen wichtig sind.

Die Liegezonen werden je nach Matratzenart und Hersteller anders umgesetzt. Bei einer Federkernmatratze werden zum Beispiel unterschiedlich harte Federn verbaut. Bei Latexmatratzen und Schaumstoffmatratzen werden verschiedene Formen aus dem Matratzenkern geschnitten. Die zurückbleibenden Hohlräume sorgen – je nach Form und Größe – für eine jeweils andere Einsinktiefe. So ist es möglich, eine ergonomische Matratze mit mehreren Liegezonen aus nur einem Stück herzustellen.

Ergonomiemodule: einen Schritt weitergedacht

 

Illustration: Ein menschlicher Körper schwebt liegend über einem Querschnitt der BODYGUARD Matratze mit gekennzeichneten Ergonomiemodulbereichen, daneben steht: symmetrisch aufgebaut.

Statt mehrerer Liegezonen über die gesamte Länge der Matratze besitzt die BODYGUARD® vom Kopf- bis zum Beckenbereich fünf verschiedene Ergonomiemodule, die sich bis zum Fußende wiederholen. Die gespiegelten Ergonomiemodule unterhalb des Beckens werden automatisch zu Oberschenkel, Unterschenkel und Fußbereich. Weil das meiste Körpergewicht ohnehin auf dem Rumpf lastet, sind speziell für den Beinbereich angefertigte Ergonomiemodule nicht notwendig. Wichtig für den Beinbereich ist, dass dieser auf selber Höhe wie der Rumpfbereich liegt und dadurch kein Hängematteneffekt entsteht. Vom Hängematteneffekt spricht man, wenn das Becken, wie beim Liegen in einer Hängematte, durchhängt. Das wäre nicht ergonomisch.

Probeschlafen: eine ergonomische Matratze erkennen

Viele Matratzen werden als ergonomisch angepriesen. Doch ob eine Matratze wirklich ergonomisch ist, hängt meistens auch davon ab, wer darauf liegt. Um herauszufinden, welche Matratze zu einem passt, empfiehlt der stationäre Handel einfaches Probeliegen: Ein Verkäufer beurteilt dann, ob die Wirbelsäule korrekt gelagert wird. In der Seitenlage lässt sich das noch einigermaßen gut beurteilen, in der Rückenlage schon nicht mehr so genau. Deutlich aussagekräftiger ist Probeschlafen: Erst wer mehrere Nächte im eigenen Bett auf der neuen Matratze geschlafen hat, kann selbst beurteilen, ob die Matratze einen ergonomisch liegen lässt.

Illustration: Links eine Person im eigenen Bett mit der Bildunterschrift „Probeschlafen“, rechts eine Person vollbekleidet auf einer Matratze mit der Bildunterschrift „Probeliegen“; die Ergonomie einer Matratze lässt sich nur im eigenen Bett bestätigen.

Ergonomisch schläft ein gesunder Mensch, wenn er morgens ganz ohne Verspannungen oder Gelenkschmerzen aufwacht. Bis dieser Punkt erreicht ist, kann es manchmal dauern. Der Körper braucht unter Umständen einige Zeit, bis er sich an das neue Liegegefühl gewöhnt hat. Nach etwa zwei bis drei Wochen sollte die Umgewöhnung abgeschlossen sein.

One-fits-all: Eine für alle – kann das gehen?

Sogenannte One-fits-all-Matratzen verfolgen den Ansatz, dass auf einer Matratze alle gut liegen können. Matratzen, die jeden ergonomisch liegen lassen, gibt es aber nur wenige. Denn dafür braucht es ein ausgeklügeltes Zusammenspiel von Ergonomiemodulen beziehungsweise Liegezonen und einem hochwertigen Matratzenwerkstoff. Dank der Ergonomiemodule und des eigens für Matratzen entwickelten QXSchaum® gelingt der BODYGUARD® Anti-Kartell-Matratze genau dieses Kunststück. Bestätigt hat das auch die Stiftung Warentest in der Ausgabe „test“ 10/2018 (getestet: 90 x 200 cm, mittelfest).

Ergonomie im Bett: die Rolle des Kopfkissens

Auch das Kopfkissen spielt eine tragende Rolle beim ergonomischen Schlafen. Passt es zur Matratze und dem, der darauf liegt, sorgt es für eine ergonomische Haltung der Halswirbelsäule. Wichtig dafür ist, dass das Kopfkissen den Hohlraum zwischen Schulter und Nacken füllt sowie den Kopf stützt. Kissen im Format 40 x 80 cm stützen nur Kopf und Nacken, Kissen im Format 80 x 80 cm stützen auch mal die Schulter mit ab. Im Sinne des ergonomischen Schlafens sollte letzteres vermieden werden.

Illustration: Eine Person in Seitenlage mit dem Rücken zugewandt liegt auf einer Matratze; links auf einem egonomischen 40x80 cm Kissen, rechts auf einen unergonomischen 80x80 cm Kissen.

Das Kopfkissen muss zum Kopf passen

Grundsätzlich sind Kopfkissen im Format 40 x 80 cm zu bevorzugen. Doch auch die Höhe des Kissens ist ausschlaggebend für das ergonomische Liegen. Je nach bevorzugter Schlafposition und Körperbau bedarf es einer anderen Höhe. Kopfkissen, die sich nicht in der Höhe verstellen lassen, sollten deshalb vor dem Kauf getestet werden. Der große Vorteil von höhenverstellbaren Kopfkissen wie dem BODYGUARD® Stützkissen Plus ist, dass diese Kissen jederzeit und immer wieder neu an die Bedürfnisse des jeweiligen Schläfers angepasst werden können.

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