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Die 9 besten Tipps zum Aufwachen – nie wieder aus dem Bett quälen

Foto: ein klassischer Zeigerwecker, der, in seine Einzelteile zerlegt, auf einem Tisch liegt

Morgens frisch und munter aufstehen und sich voller Elan und Tatendrang in den Tag stürzen: Diese Idealvorstellung spukt uns oft kurz vor dem Einschlafen durch den Kopf. Am Morgen sieht die Sache meist ganz anders aus. Wie du die Müdigkeit nach dem Aufwachen am besten überwinden und energetisch starten kannst, verraten wir dir in neun einfachen Aufwachtipps.

Aufwachen beginnt beim Einschlafen

Wer abends gut ins Bett kommt, steht morgens auch beschwingter auf. Ein geregelter Schlafrhythmus ist entscheidend. Unser Körper liebt Routine. Gehe immer zur gleichen Zeit schlafen und stehe ebenso zu festen Zeiten auf, sowohl in der Woche als auch am Wochenende. Dann kannst du nach einiger Zeit komplett auf einen Wecker verzichten. Die Konsequenz ist entscheidend. Ein gut getakteter Biorhythmus steuert von selbst, wann die richtige Zeit zum Aufwachen gekommen ist. Dein Gehirn wechselt in der Aufwachphase nur noch zwischen Leichtschlaf und Einschlafphase und geht nicht mehr in die REM- oder Tiefschlafphase. Mittels dieser kleinen Änderung im Zyklus der Schlafphasen zum Morgen hin erleichtert dir deine innere Uhr das Aufstehen.

Alles Routine

Wie auch beim Einschlafen gilt fürs Aufstehen: Schaffe dir Rituale. Eine feste Morgenroutine vereinfacht das Aufstehen enorm. Das kann ein einfaches Streckprogramm mit ausgiebigem Gähnen für den Körper, der immer gleiche Ablauf der Morgenhygiene oder eine dynamische Stunde Frühsport sein.

Alles kann, nichts muss: Nimm lediglich Aktivitäten in deinen morgendlichen Ablauf auf, die du auch auf Dauer umsetzen kannst. Scheitere nicht an zu großen Vorhaben. Zunächst willst du ja nur möglichst gut aufwachen. Ist das geschafft, können weitere Aktivitäten im Laufe des Tages immer noch angegangen werden.

Den Tag hineinlassen

Foto: Eine Hand öffnet vorsichtig die Lamellen einer Jalousie. Die Morgensonne strahlt blendend durch die Lücke hinein.

Tageslicht und der ansteigende Geräuschpegel durch munter zwitschernde Vögel oder deine Nachbarn, die zum Frühdienst aufbrechen, stören dich beim Ausschlafen? Nach durchtanzten oder durchgearbeiteten Nächten kann das unfreiwillige Aufwachen durch das Klappern der nachbarlichen Autoschlüssel, das anschließende Türenknallen und über das Kopfsteinpflaster gen Sonnenaufgang holpernde Auto natürlich nerven.

In der Regel holen uns die Geräusche des anbrechenden Tages und auch die allmähliche Verfärbung des Himmels jedoch auf eine natürliche Art aus dem Bett. Sie signalisieren unserem Körper, dass er nun getrost in den Wachzustand wechseln sollte. Wer also mit geschlossenen Jalousien nächtigt, tut gut daran, diese für eine Extraportion erfrischender Morgensonne schnellstmöglich nach dem Aufstehen zu öffnen. Das Licht des Morgens, frische Luft und die Klänge des erwachenden Tages sind hilfreiche Einflüsse, die das Aufwachen unterstützen.

Tageslichtwecker statt Snooze-Funktion

Es gibt Jahreszeiten, zu denen selbst der späteste Arbeitsbeginn noch im Dunkeln stattfindet. Manche Berufsgruppen trifft das Aufstehen in Dunkelheit sogar ganzjährig. Wenn das Tageslicht nicht auf natürlichem Weg in unser Schlafzimmer findet, um uns beim Aufwachen zu unterstützen, kann ein Tageslichtwecker ein wahrer Segen sein. Die Wecker simulieren Dämmerung und Sonnenaufgang und wirken damit auf die Hormonkonzentration im Körper, was das natürliche Aufstehen enorm erleichtert. Die von vielen genutzte Snooze-Funktion ist hingegen eher kontraproduktiv. Du solltest das Aufstehen nicht prokrastinieren, sondern lieber direkt umsetzen. Das ständige künstliche Aufwachen und wieder Einschlafen bringt unser Gehirn durcheinander. Das kann eine erhebliche Dauermüdigkeit über den Tag zur Konsequenz haben.

Tipp: Zwinge dich, sofort nach dem Aufwachen aufzustehen. Wer unbewusst im Halbschlaf die Schlummer-Taste drückt, kann probieren, den Wecker einfach etwas weiter wegzustellen, um sich direkt zum Aufstehen zu nötigen. Begib dich schnellstmöglich ans Tageslicht und starte deinen Tag ohne Aufschub. Was anfangs sicher noch ungewohnt oder gar unmöglich erscheint, gelingt dir nach einigen Tagen Training plötzlich einfach und du wirst dich insgesamt wacher fühlen.

Foto: Eine Frau beugt sich über ein Waschbecken, ihre mit Wasser gefüllten Hände vors Gesicht geschlagen.

Wechselspiel aus Kälte und Wärme

Wer effektiv aufwachen möchte, sollte schleunigst seinen Kreislauf in Schwung bringen. Dazu bedarf es übrigens nicht der todesmutigen Überwindung, sich noch im Halbschlaf einer wechselwarmen Ganzkörperdusche auszusetzen. Um sich zwei, drei Hände kaltes Wasser ins Gesicht zu spritzen, bedarf es ebenfalls einiges an Selbstbeherrschung. Dennoch ist die Methode überaus zielführend. An warmen Tagen können Sie sich anschließend ans offene Fenster, auf den Balkon oder in den Garten begeben und Ihren Körper von der wärmenden Morgensonne und frischer Luft natürlich wecken lassen.

Tipp: Schwere Fälle oder Fans von Bewegung können nach dem kalten Wasser den Körper auch sanft mit Yoga oder leichten Dehnübungen aufwärmen und so den Kreislauf zusätzlich ankurbeln. Kannst du dich dazu noch nicht motivieren, genieße einfach erstmal einen warmen Tee oder Kaffee an der frischen Luft.

Foto: Ein Holztisch in Vogelperspektive. Darauf eine Kaffeekanne, ein Glas mit Espresso und die Morgenlektüre.

Sorge für dich selbst

Bereits am Abend zuvor herausgelegte Kleidung macht am Morgen vieles einfacher. Tue dir in der kalten Jahreszeit etwas Gutes und lege deine Sachen auf eine Heizung außerhalb deines Schlafraumes, so ist das Anziehen eine Wohltat und der Verlust des warmen Bettes schmerzt viel weniger.

Tipp: Versüße dir selbst den Morgen mit kleinen Belohnungen. Bereits getätigte Frühstücksvorbereitungen, wie ein gedeckter Tisch und abends vorbereitete Platten mit Belag oder geschnittenem Obst im Kühlschrank, das Lieblingsmagazin am Essplatz oder gar eine programmierbare Kaffeemaschine können dem Morgengrauen den Garaus machen.

Foto: Zutaten für ein Powerfrühstück einzeln in weißen Schälchen angerichtet auf einer weißen Tischplatte.

Powerfrühstück

Die erste wichtige Entscheidung steht bereits nach dem Aufstehen an: Was esse ich? Die richtige Wahl des Frühstücks entscheidet nicht nur, mit welchem Energielevel du in den Tag startest, sondern ist wegweisend für unser Wohlbefinden über den Tag hinweg. Ein solches Powerfrühstück darfst du auch im gemütlichen Bett zu dir nehmen. Doch genügend Menschen können am Morgen oft noch gar nichts essen. Du kannst natürlich auch auf dem Weg zur Arbeit oder dort frühstücken. Wichtig dabei ist die Zusammensetzung und dass du die erste Mahlzeit nicht so weit aufschiebst, dass dich der Heißhunger plagt.

Tipp: Gönne deinem Körper frische, gesunde Lebensmittel, um voller Energie zu starten. Zu viel Fett und schnelle Zucker führen dazu, dass du dich träge, aufgebläht und schnell wieder schlapp zu fühlst. Zudem verlangt der Körper nach morgendlichem Zuckerkonsum viel schneller und dauerhafter wieder nach Süßem. Probiere stattdessen frisches Obst, Vollkornprodukte, Gemüse- oder Milchshakes.

Foto: Zwei Radfahrer in Business-Anzügen auf einem breiten Radweg von hinten aufgenommen.

Bewegung

Steige auf dem Weg zur Arbeit nicht gleich ins Auto oder die nächstgelegene Bahn oder den Bus. Nimm das Rad oder laufe vorher eine Runde um den Block beziehungsweise bis zur nächsten Haltestelle. Es hilft bereits, wenn du dein Auto nicht direkt vor der Tür, sondern ein, zwei Ecken weiter parkst. Optimal ist natürlich, wenn du dein persönliches Sportprogramm auf den Morgen legen kannst. Vor allem Joggende kennen die belebende Wirkung des Runner’s High, die sich noch einige Stunden nach dem Laufen in einem belebenden Hochgefühl äußert. Gegen Abend können diese Auswirkungen sportlicher Aktivität hinderlich beim Einschlafen sein. Also nutze den Effekt wenn möglich am besten zum richtigen Aufwachen.

Foto: Ein Mensch schaut auf sein Mobiltelefon. Er sitzt im Dunklen.

Entkomme dem sozialen Jetlag

Schlafstörungen treten in unserer Gesellschaft immer häufiger auf. US-Schlafstörungsforscher Robert Rosenberg macht dafür die zunehmende Mediennutzung und Digitalisierung verantwortlich. Das blaue Licht von Handy, Tablet und Laptop beeinträchtigt die Melaninproduktion im Gehirn und stört so den natürlichen Tag-Nacht-Rhythmus des Körpers. Doch auch aufregende Inhalte, die deinen Puls zu sehr in die Höhe treiben oder dich nachhaltig beschäftigen, sind nicht sonderlich schlaffördernd. Ein echter Schlafkiller ist das sogenannte Doomscrolling bei dem du mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit später das Handy weg- und dich zur Ruhe legst als gewollt. Unruhige Nächte, die sich unbewusst auf den Wachzustand auswirken, sind die Folge. Die Folgen der ungesunden Mediennutzung fasst der Schlafforscher wegen der großen Verbreitung und anhaltenden Dauer unter dem Begriff “Social Jetlag” zusammen.

Lasse den Abend daher möglichst ohne Mediennutzung ausklingen und schalte ein bis zwei Stunden vor dem Zubettgehen sowohl innerlich als auch äußerlich ab, um dir selbst die Chance zu geben, entspannt aufzuwachen.

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